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HF Springe nach Arbeitssieg gegen DHK Flensborg wieder Spitzenreiter / Tarp verliert in Berlin

32:27 – Stange und Hinz bewahren kühlen Kopf

Handball. Das 32:27 (16:18) gegen den DHK Flensborg war kein überzeugender Erfolg der HF Springe – aber ein ganz wichtiger. Dank des Arbeitssiegs sind die Springer wieder Spitzenreiter der 3. Liga Nord, weil die HSG Tarp/ Wanderup überraschend bei der Reserve der Berliner Füchse verlor. Am kommenden Sonnabend geht es für die HF zum Hinrundenabschluss in Tarp um die Herbstmeisterschaft.

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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Springer Spieler beteuerten vor und nach dem Spiel gegen Flensborg, dass das Duell mit Tarp noch kein Thema sei – ganz bei der Sache schienen sie gegen den Tabellen-Vorletzten aber trotzdem nicht zu sein. Im Angriff präsentierten sich die Gastgeber unkonzentriert wie selten, vor allem die Außen Nils Eichenberger und Maximilian Kolditz ließen in der ersten Halbzeit Chancen en masse aus. Das lag auch an DHK-Torwart Christoph Peters, der einen glänzenden Tag erwischte, während zwischen den HF-Pfosten Simon Herold und Andreas Stange vor der Pause kaum einen Ball hielten. „Weil wir in der Abwehr nicht gut zugepackt haben“, so Kolditz selbstkritisch. Die Gäste witterten ihre Chance, verteidigten aggressiv, nutzten vorne ihre Chancen – und führten zur Pause verdient. HF-Trainer Oleg Kuleshov war entsprechend „unzufrieden und enttäuscht, wir haben uns sehr schlecht präsentiert“.

Nach der Pause wurde es besser – das war vor allem das Verdienst von Fabian Hinz und Andreas Stange. Hinz, der in der zweiten Halbzeit für Kolditz kam, war mit jedem Wurf erfolgreich und sorgte mit seinem zweiten Treffer für den ersten Ausgleich nach dem Seitenwechsel (19:19/35.). Als Stange, der im zweiten Durchgang überragend hielt, kurz darauf einen Siebenmeter parierte, wachten auch die knapp 350 Zuschauer auf und machten erstmals richtig Stimmung auf den Rängen.

Jetzt kämpften die Springer – und erzwangen das Glück. So traf Jannis Fauteck zweimal mit Gewalt, als die Schiedsrichter wegen passiven Spiels den Arm gehoben hatten. Einmal wurde der Ball dabei noch abgefälscht – es war der Treffer zum 23:21 (44.). Weiter setzte sich Springe zunächst nicht ab, denn der DHK gab sich nicht auf, führte sieben Minuten später seinerseits wieder mit 26:25. Doch die Springer hatten den längeren Atem. Eichenberger per Siebenmeter, zweimal Nikolaos Tzoufras, Hinz und erneut Eichenberger brachten die HF mit 30:26 in Front. Das war die Entscheidung.

„Unterm Strich haben die Springer verdient gewonnen, weil sie hinten raus mehr Power und die besseren Wechselmöglichkeiten hatten“, sagte DHK-Trainer Volker Paul, der dennoch zufrieden war, „weil es uns gelungen ist, Springe immer wieder vor Probleme zu stellen“. Für HF-Kapitän Daniel Deutsch war es „wichtig, dass wir so ein Spiel kämpferisch zu Ende bringen. Wir haben immer an den Sieg geglaubt“. Für Deutsch hatte die Partie übrigens noch ein Nachspiel: Er war am Sonntag zuvor 30 geworden – weil er unverheiratet ist, ließen ihn seine Mannschaftskameraden im Nikolaus-Kostüm die Treppe zum Foyer der Sporthalle fegen.

HF Springe: Herold, Stange – Tzoufras (8), Fauteck (6), Eichenberger (5/1), Hinz (5), Behnke (3), Kolditz (3/1), Deutsch (1), Karpstein (1), Djuric, Gorpishin, N. Hermann (n. e.).



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