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Thomas Kämmerer heute in Lwiw dabei

2400 Kilometer im Bus für ein EM-Spiel

Fußball (jab). Am heutigen Sonnabend um 20.45 Uhr startet auch für die deutsche Nationalelf die Europameisterschaft. In Lwiw treffen Jogis Jungs auf Portugal. Thomas Kämmerer hat sich schon fast 40 Stunden vorher in Springe auf den Weg gemacht, um im „Ukrajina-Stadion“ live dabei zu sein.

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Gestern um sechs Uhr morgens ist er in Hannover in den Bus gestiegen, den der Fanclub der deutschen Nationalelf gechartert hat. Dem Fanclub gehört Kämmerer seit Beginn des vorigen Jahres an. „Aus dem einfachen Grund, dass man so besser an Karten kommt“, sagt er. So hatte er für das letzte Testspiel der Deutschen vorige Woche in Leipzig gegen Israel kurzfristig noch Tickets bekommen. Im vorigen Jahr war er in Istanbul beim Qualifikationsspiel gegen die Türkei. „Da waren vor dem neuen Stadion noch nicht alle Wege fertig“, sagt er – wegen der möglicherweise noch nicht ganz ausgebauten Infrastruktur macht er sich also keine Sorgen.

Spiele der Nationalmannschaft besucht der 48-Jährige schon seit den 1980er-Jahren. „Aber nicht alle“, sagt er. Denn Kämmerer ist Schalke-Fan und ist regelmäßig auch zu Gast in der Gelsenkirchener Arena – auch das geht ins Geld. „Da haben es die 96-Fans in Springe leichter“, sagt er. Im alten Wembley-Stadion hat er noch ein Länderspiel gesehen – „ich glaube, da hat Rummenigge noch gespielt“. Ein Highlight war für ihn auch das Spiel gegen die Türkei in Berlin – für die Türken fast ein Heimspiel. Am liebsten sind ihm aber „echte“ Auswärtsspiele. „Das kann man gleich mit einem Kurzurlaub verbinden“, sagt er.

1200 Kilometer sind es bis Lwiw. 18 bis 20 Stunden dürfte die Reise dauern. Kein Problem für Kämmerer: „Man sieht Leute, die man nicht so oft trifft, plaudert – es wird lustig, also ist die Entfernung nicht so schlimm.“ Bis kurz vor die polnisch-ukrainische Grenze ging gestern die Reise. Übernachtet haben die deutschen Fans in Polen, „weil in der Ukraine zur EM die Hotelpreise explodiert sind“, so Kämmerer.

Von der Grenze bis Lwiw ist es nicht mehr weit. Nach dem Spiel heute Abend fährt der Bus die Nacht durch zurück nach Deutschland. Kämmerer hofft, „dass ich Spanien – Italien zu Hause gucken kann. Das ist der nächste Knaller.“ Das könnte gerade so klappen, morgen um 18 Uhr wird die Partie angepfiffen.

Kämmerer erwartet eine erfolgreiche EM für Deutschland: „Wir sind in einer starken Gruppe. Aber wenn wir die überstehen, ist das Finale so gut wie sicher“, sagt er. Gut möglich, dass er sich spontan entscheidet, dabei zu sein. „Geplant ist nichts“, sagt er – nach Flügen hat Kämmerer aber im Internet schonmal geschaut.



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