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2:0 – gegen Arnum reicht eine starke Halbzeit

Eldagsen. Milan Rukavina war richtig sauer. „Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe“, schimpfte der Trainer von Fußball-Bezirksligist FC Eldagsen nach dem Heimspiel gegen die SV Arnum, „das kotzt mich an.“ Wie hätte er sich wohl erst aufgeregt, wenn seine Elf verloren hätte? Die Eldagsener gewannen mit 2:0 (2:0) und festigten den zweiten Tabellenplatz, wussten aber: Gegen einen stärkeren Gegner wäre es mit der Leistung nach der Pause zumindest eng geworden.

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Dabei hatten die Platzherren einen perfekten Start erwischt: Nach etwas mehr als eine Minute passte Marius Westenfeld von der Grundlinie in den Fünfmeterraum, ein Arnumer grätschte dazwischen und fälschte den Ball ins eigene Netz ab – 1:0. Wirklich sicher waren die Eldagsener danach nicht. Christian Marx und Florian Siuts brachten Arnum mit Fehlpässen ins Spiel. Die Gäste wurden allerdings nur einmal gefährlich: Maximilian Abels schoss knapp vorbei (16.). Danach hatte der FCE das Spiel im Griff. Die Gastgeber bestimmten das Tempo, warteten bei Ballbesitz geduldig auf die Lücke. Hatte Arnum in der eigenen Hälfte den Ball, attackierten schon die Eldagsener Stürmer und zwangen die Gäste immer wieder dazu, den Ball unkontrolliert nach vorne zu schlagen. Einer dieser Befreiungsschläge landete bei Sebastian Westenfeld. Der flankte aus dem Halbfeld, Marx legte für Marius Westenfeld auf – 2:0 (32.). Sieben Minuten später war die Partie für den Doppeltorschützen beendet. Abels fuhr im von hinten in die Parade, Westenfeld humpelte mit dickem Knöchel noch ein paar Minuten übers Feld, gab aber kurz vor der Pause auf.

Rukavina war bis dahin zufrieden mit der Leistung seiner Elf – wurde nach Wiederanpfiff aber immer mürrischer. Zwar begann seine Mannschaft wieder stark und hatte nach tollem Pass von Till Engelhardt durch Sebastian Westenfeld die große Chance zum 3:0 (49.). Danach ließen Laufbereitschaft und Konzentration aber immer mehr nach. Die schwachen Arnumer konnten daraus aber kein Kapital schlagen und wurden nur einmal richtig gefährlich: Den Kopfball von Marcin Lebek klärte der starke Siuts auf der Linie (78.). Die besseren Chancen hatten trotz der dürftigen Leistung immer noch die Eldagsener, etwa durch Frederik Reygers (66.) oder Yannik Gronau (72.).

„Wir hatten es in der Pause noch angesprochen, dass wir nicht nachlassen und passiv werden wollten“, ärgerte sich Rukavina, „aber die Laufbereitschaft war erst in Unterzahl wieder da.“ Die Eldagsener beendeten die Partie zu zehnt, weil Adrian Gottschalk wenige Minuten nach seiner Einwechselung einen Schlag auf den Fuß bekam (85.) und nicht weiterspielen konnte - Rukavina hatte schon dreimal gewechselt.

FC Eldagsen: Widmer – Siuts, Rathe, Reygers – S. Westenfeld, Gehrke, Marx (65. Geide), Hüsam, Gronau – M. Westenfeld (46. Wendler), T. Engelhardt (78. Gottschalk). Tore: 1:0, 2:0 M. Westenfeld (2., 32.).

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