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Tim Otto: Der, der die Wasserkisten schleppt

SPRINGE. Er kam als Nobody aus der Oberliga – und wurde auf Anhieb zu einem der Toptorjäger der 3. Liga. Tim Otto, vor der vergangenen Saison vom VfL Hameln zu den Handballfreunden Springe gewechselt, hat wirklich eine steile Karriere hingelegt. Aber er bleibt bescheiden.

„Ich will mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Tim Otto, hier im DHB-Pokal-Spiel gegen die Berliner Füchse. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Tim muss jetzt seine Leistung bestätigen“, sagt sein Trainer Oleg Kuleshov. „Es wird für ihn und uns eine spannende Saison.“ Am heutigen Sonnabend (18 Uhr) beginnt die neue Spielzeit für die Springer mit dem Heimspiel gegen den TSV Altenholz.

Er wolle „mehr Verantwortung übernehmen“, sagt Otto. Klingt komisch, wenn man bedenkt, dass der 20-Jährige schon in der vorigen Saison die Hauptlast im Springer Angriff trug. 172 Tore erzielte Otto in seiner ersten Drittliga-Saison aus dem linken Rückraum. Viel Talent und eine gehörige Portion Unbekümmertheit sorgten dafür, dass ihn mittlerweile jeder Trainer auf dem Zettel haben dürfte.

Für Otto selbst hat sich nicht viel verändert. „Aus meiner Sicht bin ich immer noch der, der die Wasserkisten schleppt“, sagt der Münderaner und fügt lachend hinzu: „Mein Glück, dass ein paar A-Jugendliche dabei sind.“ Mit ihm, Maximilian Schüttemeyer und Patrik Krok haben die HF nur drei Rechtshänder für den Rückraum. „Es wäre super, wenn noch einer käme, um im Spiel auch mal Pause zu haben“, sagt Otto.

Er glaubt, dass Springe auch in dieser Saison oben mitspielen kann, „ich kann die anderen Mannschaften oben aber nicht einschätzen“, gibt er zu. Mit Altenholz kommt heute schonmal ein echter Prüfstein. Die Schleswig-Holsteiner sind die Talentschmiede des THW Kiel, waren im Vorjahr Staffelmeister, verzichteten aber auf den Aufstieg.

„Es ist egal, gegen wen du im ersten Spiel spielst“, sagt Kuleshov. Im vorigen Jahr starteten die HF gegen den späteren Ost-Meister HC Elbflorenz und gewannen mit neun Toren – um danach gegen vermeintlich leichte Gegner zu verlieren. „Altenholz hat eine sehr gute Mannschaft“, sagt Kuleshov, „aber wenn wir unser Spiel durchbringen, brauchen wir keine Angst zu haben.“

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