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Staffelsiegerbesieger: HF Springe starten mit klarem Sieg

SPRINGE. Oleg Kuleshov betont es immer wieder – und es sind Spiele wie dieses gegen den TSV Altenholz, die dem Trainer der Handballfreunde immer wieder recht geben: „Wir dürfen von unserem System nicht abweichen.“

Maximilian Schüttemeyer zieht aus dem Rückraum ab und erzielt einen seiner neun Treffer. 26 von 30 Springer Feldtoren machten die vier Rückraumspieler der HF. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Springer lagen in ihrem ersten Saisonspiel der 3. Liga Nord gegen den Staffelsieger des Vorjahres zur Pause mit 14:18 hinten. Viele der knapp 400 Zuschauer gaben nicht mehr viel auf die HF. Doch die drehten nach der Pause mächtig auf – und gewannen am Ende deutlich mit 36:31. So darf es weitergehen.

Die Gastgeber fanden gut ins Spiel und gingen mit 3:1 in Führung. Doch nach einer Viertelstunde zog Altenholz davon. Die Gäste hatten die bessere Abwehr und in Fynn Schröder den deutlich besseren Torhüter. Marius Aleksejev und Mustafa Wendland bekamen auf der anderen Seite nicht viel zu fassen.

Nach der Pause packen
die HF eine Schippe drauf

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Altenholz kassierte schnell zwei Zeitstrafen hintereinander, Aleksejev parierte die ersten vier Würfe der Gäste – darunter gegen Matthias Wegner, der frei auf ihn zulief –, Tim Otto sorgte mit vier Treffern in Folge für den Ausgleich. Wegner legte noch zwei Mal die Führung für Altenholz vor, dann wendete sich das Blatt endgültig. Zehn Minuten nach Wiederbeginn lagen die HF mit 22:20 vorne – und gaben die Führung nicht wieder ab.

Springes Keeper Marius Aleksejev dreht nach der Pause richtig auf und bringt den Altenholzer Angriff zur Verzweiflung. Foto: Bertram
  • Springes Keeper Marius Aleksejev dreht nach der Pause richtig auf und bringt den Altenholzer Angriff zur Verzweiflung. Foto: Bertram

HF mit fünf verschiedenen
Siebenmeterschützen

Kurios: Fünf verschiedene Siebenmeterschützen traten in diesem Spiel für die HF an die Linie. Nachdem Jakob Bormann, Maximilian Schüttemeyer und Tim Otto an Schröder gescheitert waren und Nils Eichenberger den Pfosten getroffen hatte, wollte Patrik Krok sich beim nächsten Siebenmeter den Ball schnappen. Die Fans skandierten aber „Pawel, Pawel“, also ließ Krok Pawel Pietak den Vortritt – und der zog ohne anzutäuschen trocken ab und traf oben links zum 30:26 (54.).

Der etatmäßige erste Siebenmeterschütze der Springer, Kapitän Fabian Hinz, musste nach seinem Nasenbeinbruch in der Vorbereitung ein zweites Mal operiert werden und war gegen Altenholz nicht dabei. Der Spielplan meint es aber gut mit ihm: Am kommenden Wochenende hätten die Springer in Rostock spielen sollen, auf Wunsch der Rostocker wurde die Partie aber auf den 10. Dezember verlegt. Es geht also erst in zwei Wochen mit dem Heimspiel gegen den VfL Fredenbeck weiter. Kuleshov hat nichts dagegen: „Wir haben einen dünnen Kader und können in der Pause individuell arbeiten.“

Der TSV muss sich wegen der Niederlage in Springe übrigens nicht grämen: In der vorigen Saison verlor der HC Elbflorenz zum Auftakt deutlich bei den Handballfreunden – und stieg am Ende in die 2. Liga auf.

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