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Neun-Tore-Vorsprung reicht den Handballfreunden nicht

SPRINGE. Was für eine bittere Niederlage: In der 39. Minute führte Drittligist Handballfreunde Springe gestern bei den Mecklenburger Stieren in Schwerin noch mit 19:10 – am Ende lagen die Gastgeber mit 23:22 vorne. Setzt sich die Auswärtsschwäche der Springer auch in dieser Saison fort?

Nils Eichenberger war noch der treffsicherste Springer. Foto: Scharf
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Nein, das kann man überhaupt nicht vergleichen“, sagt der verletzte Kapitän Fabian Hinz, der mit auf der Bank saß, aber nur für einen Siebenmeter aufs Feld kam, „in der vorigen Saison waren wir auswärts oft das ganze Spiel schlecht. Diesmal haben wir 40 Minuten klar dominiert.“ Was nach diesen 40 Minuten passierte, konnte sich auch Hinz nur schwer erklären. „Wir haben im Angriff einfach schlecht gespielt“, sagte er.

Abwehrumstellung bringt
die HF aus dem Konzept

Nur drei Tore erzielten die Springer noch in den letzten 20 Minuten. Ein Grund dafür war wohl die Abwehrumstellung der Gastgeber, die Tim Otto kurz deckten. „Damit sind wir nicht zurecht gekommen“, so Hinz. Wenn sich die HF doch Chancen herausspielten, wurden sie vergeben. „Dreimal hintereinander haben wir alles richtig gemacht – und dann von außen den Pfosten getroffen“, sagte Hinz. HF-Trainer Slava Gorpishin, der den privat verhinderten Oleg Kuleshov vertrat, ergänzte: „Deren Torwart hat in der zweiten Halbzeit stark gehalten – oder wir haben zu schlecht geworfen.“

Schwerin habe im Angriff „gar nicht so viel besser gespielt als vorher“, so der HF-Kapitän, „aber es hat halt gereicht.“ Viele Tore erzielten die Gastgeber auch über Gegenstöße nach Fehlern der HF.

In der ersten Halbzeit hatten die Gäste noch fast alles richtig gemacht. Die Abwehr um den überragenden Torwart Mustafa Wendland stand sicher, sodass Springe im Angriff Tempo machen konnte. „Aus dem Rückraum waren fast alle Würfe drin“, sagte Hinz. Auch das Spiel über den Kreis habe gut funktioniert. Aber eben nur bis zur 40. Minute. Dann begann die Aufholjagd der Schweriner, für die Jan Grolle 15 Sekunden vor Schluss den umjubelten Siegtreffer erzielte. Gorpishin nahm vor dem letzten Angriff noch eine Auszeit – es reichte aber nicht mehr für den Ausgleich.

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