weather-image
17°

Hinrunden-Bilanz: Für die HF Springe war mehr drin

SPRINGE. Unzufrieden sind sie nicht mit dem dritten Platz nach der Hinrunde, die Drittliga-Handballer der HF Springe. „Aber ganz zufrieden sind wir auch nicht“, sagt Co-Trainer Slava Gorpishin. Eine Zwischenbilanz nach der Hälfte der Saison.

Rückkehrer Jonas Borgmann hat gut ins Team gefunden, ist vor allem in der Abwehr eine feste Größe. Foto: Bertram
jan

Autor

Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Tabellensituation: „Wenn wir zwischen Platz 1 und 7 landen, wäre das wirklich gut“, sagte HF-Coach Oleg Kuleshov vor der Saison. Als Dritter sind die Springer somit im Soll, auf Platz 5 haben sie bereits fünf Punkte Vorsprung – es kristallisiert sich heraus, dass es einen Vierkampf um den Titel mit Hamburg, Altenholz und Schwerin gibt.

Die Punktausbeute: Die HF haben einige Zähler verschenkt. In Schwerin führten sie nach 40 Minuten mit neun Toren – und verloren noch. Gegen Braunschweig spielten sie nach einem Sieben-Tore-Vorsprung nur Remis. „Guck mal, wo wir mit den drei Punkten in der Tabelle stehen würden“, sagt Gorpishin – punktgleich mit Spitzenreiter HSV Hamburg wären sie.

Beim HSV – dem Topfavoriten der Staffel – kassierten die Springe eine von nur zwei weiteren Niederlagen. Die andere beim damaligen Schlusslicht VfL Potsdam, das bis dahin allerdings offenbar weit unter seinen Möglichkeiten gespielt hatte. Danach hat das Team des ehemaligen HF-Kapitäns Daniel Deutsch nur noch gewonnen.

Wollen vor der Rückrunde an ein paar Stellschrauben drehen: Die HF-Trainer Oleg Kuleshov und Slava Gorpishin (l.). Foto: Bertram
  • Wollen vor der Rückrunde an ein paar Stellschrauben drehen: Die HF-Trainer Oleg Kuleshov und Slava Gorpishin (l.). Foto: Bertram

Die Neuzugänge: Patrik Krok wurde vor der Saison als Spielmacher geholt. So richtig angekommen ist der Slowake noch nicht. „Irgendwie fehlt ihm das Selbstvertrauen“, sagt Gorpishin. Das kann man von Pawel Niewrzawa nicht behaupten. Der polnische Nationalspieler, der im November aus Danzig kam, hat sofort eingeschlagen, beim Sieg zuletzt in Rostock traf er zwölf Mal. „So viele Tore wird er nicht immer machen, aber wir erwarten von ihm eine stabile Leistung“, so Gorpishin. Ebenfalls während der Saison kam Nikos Passias. Der mit Zweitspielrecht von Eintracht Hildesheim ausgestattete Grieche war aber auch schnell wieder weg. „Wir haben lange nichts von ihm gehört. Ich gehe nicht davon aus, dass er wiederkommt“, sagt Gorpishin.

Gut integriert hat sich auch Kreisläufer Jonas Borgmann, der nach drei Jahren bei Oberligist Großenheidorn zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. Zwar konnte er wegen eines Praktikums in Hamburg kaum trainieren, war aber von Beginn an gemeinsam mit Maximilian Schüttemeyer und Sebastian Preiß eine feste Größe im Mittelblock. Schon kurz nach Saisonbeginn verließ Torwart Marius Alexejev die HF wieder. Die Springer suchen nach Ersatz, „aber es ist keiner auf dem Markt, der uns weiterhelfen würde“, sagt Pressesprecher Jens Buchmeier.

Die Baustellen: „Ein paar gibt es“, sagt Gorpishin. Die Kommunikation zwischen Torhütern und Abwehr könne besser sein. „Und an der ersten und zweiten Welle müssen wir arbeiten, um zu leichten Toren zu kommen“, so der Co-Trainer.

Der Ausblick: Gleich im ersten Spiel des neuen Jahres kommt am 13. Januar der HSV Hamburg an die Harmsmühlenstraße. Bei einer Niederlage wäre der Titelzug für die HF wohl abgefahren. Aber: Zu Hause sind sie nach wie vor eine Macht. Außer bei Remis gegen Braunschweig gaben sie in eigener Halle keinen Punkt ab. „Wir haben aber noch ein paar andere schwere Spiele“, sagt Gorpishin – alle Rückrunden-Derbys für die HF etwa finden auswärts statt.

Weiterführende Artikel
    Kommentare