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HF-Torjäger Tim Otto bleibt trotz Formtief gelassen

SPRINGE. Im vorigen Jahr war Tim Otto noch der Torjäger vom Dienst bei den Handballfreunden Springe. In diesem Jahr läuft es noch nicht so gut für den Rückraumlinken. „Ich habe im Moment keine so gute Phase“, sagt der 20-Jährige vor dem Derby am Sonnabend (18 Uhr) gegen Handball Hannover-Burgwedel.

Tim Otto ist derzeit auf der Suche nach seiner Form. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Otto geht mit dem Formtief so entspannt um wie im vorigen Jahr mit dem Höhenflug. Damals kam er aus der Oberliga und übertraf alle Erwartungen – dennoch hatte er immer den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund gestellt. So ist es auch jetzt. Ottos Tore bleiben zwar aus, „aber dafür treffen die anderen ja“. Allen voran Maximilian Schüttemeyer, mit 56 Treffern derzeit Springes bester Torschütze.

Am vorigen Wochenende lief es allerdings bei der gesamten Mannschaft nicht. Das 27:34 bei Schlusslicht Potsdam „müssen wir schnell abhaken“, sagt Otto. Es gab freilich Gründe für das Debakel. Otto und Hendrik Pollex etwa traten von einem Magen-Darm-Virus geschwächt an. „Es ist aber auch eine Frage, wie man so ein Spiel angeht“, sagt der Münderaner, „ich glaube, im Kopf hatten wir das Spiel vorher schon gewonnen. Es sollte ein Warnsignal sein“.

„Dass Gute ist, dass wir es gegen Burgwedel besser machen können“, sagt HF-Trainer Oleg Kuleshov. Den Druck sieht er bei seinem Team, denn die mit Ambitionen in die Saison gestarteten Gäste stecken schon jetzt im Abstiegskampf, sind punktgleich mit Potsdam Vorletzter. „Zu unterschätzen sind sie aber nicht“, sagt Otto. Immerhin hat sich Burgwedel, das vom ehemaligen Springer Jürgen Bätjer trainiert wird, unter anderem mit den Erstligaerfahrenen Florian Freitag und Artjom Antonevitch verstärkt.

Aber auch die Springer haben ja bekanntlich nachgelegt. So gibt Pawel Niewrzawa heute sein Heimdebüt. Als Konkurrenten im Rückraum sieht Otto den Polen ebensowenig wie Nikos Passias, der während der Saison mit Zweitspielrecht aus Hildesheim kam: „Ich sehe das vor allem als Entlastung an.“ In der Vorsaison hatte Otto kaum Pausen bekommen – vielleicht ein Grund für seine momentanes Tief. „Jetzt können wir die Spielzeiten besser verteilen“, sagt er.

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