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HF Springe wollen in Fredenbeck zu alter Stärke zurückfinden

SPRINGE. Als das Heimspiel der Handballfreunde Springe am vorigen Sonnabend gegen die SG Flensburg-Handewitt II vorbei war, marschierte Klaus-Peter Othmer schnurstracks in die Kabine. Wer den HF-Sponsor kennt, ahnt, dass er der Mannschaft wohl nicht zum 30:29-Erfolg gratulieren wollte.

Die HF-Trainer Oleg Kuleshov (r.) und Slava Gorpishin sind derzeit auch als Psychologen gefordert. Die Mannschaft ist verunsichert. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Den Sieg hätten die Springer mit einer schwachen zweiten Halbzeit nämlich fast noch verspielt. Druck verspüre die Mannschaft angesichts der Sponsoren-Schelte aber nicht, sagt Co-Trainer Slava Gorpishin vor dem Auswärtsspiel am heutigen Sonnabend (19.30 Uhr) beim VfL Fredenbeck: „Den Druck machen die Jungs sich nur selber. Sie wollen ja auch für sich besser Handball spielen.“

Das haben sie in diesem Jahr noch in keinem Spiel geschafft – zumindest nicht über 60 Minuten. Dass die Niederlagen gegen Hamburg und in Altenholz Spuren hinterlassen haben, war gegen Flensburg zu merken, als nach einer anständigen ersten Hälfte jeder Fehler für mehr Verunsicherung sorgte. „Unser größter Gegner sind wir momentan selbst“, hatte Chefcoach Oleg Kuleshov nach dem Spiel gesagt.

Was auffällt: Über die Außenpositionen geht im Moment wenig bei den Springern. Ausnahme war die zweite Halbzeit gegen Hamburg, als vor allem Pawel Pietak und Fabian Hinz die Aufholjagd starteten. „Die meisten Tore machen die Außenspieler aber in der Regel über Gegenstöße“, relativiert Gorpishin, „dafür musst du in der Abwehr gut stehen. Aber gegen Flensburg haben wir in der zweiten Halbzeit ja mit jedem Angriff ein Gegentor kassiert.“ Und: „Nils Eichenberger hat ja vorige Woche viermal aufs Tor geworfen – aber nur einmal getroffen.“

Es gibt also derzeit viel zu tun für die Springer, vor allem wohl im mentalen Bereich – denn dass sie es besser können, haben die HF oft genug bewiesen. Das Selbstvertrauen muss wieder her – da hilft wohl am ehesten ein Sieg, „egal wie“, sagt Gorpishin.

Favorit sind die Springer gegen den abstiegsbedrohten VfL, der seine letzten fünf Spiele verloren hat, immer noch, „aber Fredenbeck braucht die Punkte, es wird nicht leicht“, sagt Gorpishin. „Wenn wir unsere Linie finden, ist alles in Ordnung.“

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