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HF Springe machen Braunschweig stark

SPRINGE. Handball ist ein rasanter Sport. Eine Halbzeit reicht locker, um auch einen großen Rückstand aufzuholen. Die HF Springe können ein Lied davon singen. Aus ihrer Sicht muss es allerdings heißen: einen großen Vorsprung zu verspielen.

HF-Kreisläufer Sebastian Preiß springt zwar am höchsten, den Ball fängt aber Braunschweigs Yann Hoffmann (l.). Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Vor vier Wochen führten sie in Schwerin mit neun Toren – und verloren noch. Jetzt im Heimspiel gegen den MTV Braunschweig lagen sie zwischenzeitlich mit sieben Toren vorn – und holten am Ende nur einen Punkt: 26:26 (15:11).

Die Springer begannen stark. Die Abwehr stand gut, im Angriff trafen sie von allen Positionen. Das war auch ein Verdienst der Gäste, die schwach spielten und weder mit einer 6:0- noch einer 3:2:1-Deckung Zugriff auf den HF-Angriff bekamen. Erst in den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel berappelten die Braunschweiger sich ein wenig und kamen nach einem 7:14-Rückstand (26.) bis zur Pause auf 11:15 heran.

„Ich habe in der Pause gesagt: Wenn wir 25 Minuten lang so schlecht spielen und nur mit vier Toren hinten liegen, dann ist eine Überraschung drin, wenn wir nur etwas mehr tun“, sagte MTV-Trainer Volker Mudrow. Schon nach fünf Minuten kamen die Braunschweiger wieder aus der Kabine – und schafften es, die Motivation in Leistung zu übertragen. In der 42. Minute waren die Gäste bis auf ein Tor dran (17:16).

Ariel Panzer (r.) konnte nicht spielen, half aber seinem Ersatz David Suilmann mit wertvollen Tipps. Foto: Bertram
  • Ariel Panzer (r.) konnte nicht spielen, half aber seinem Ersatz David Suilmann mit wertvollen Tipps. Foto: Bertram

Die Braunschweiger Abwehr hatte sich jetzt gefunden und meldete den Springer Rückraum weitgehend ab. Der A-Jugendliche David Suilmann, der wegen der Verletzung des Ex-Springers Ariel Panzer ins Team gerückt war, gab im Tor ein starkes Drittliga-Debüt. „Und wir haben einfach zu viele leichte Fehler gemacht“, sagte HF-Kapitän Fabian Hinz. Vorne schenkten die Springer die Bälle immer wieder durch Ungenauigkeiten her, die Abwehr stand auch nicht mehr sicher. Braunschweig ging sogar mit 24:23 in Führung (54.).

Springe drehte die Partie noch, Tim Otto erzielte 40 Sekunden vor Schluss das 26:25. Durch einen Siebenmeter glich der MTV aus. Den HF blieben noch 15 Sekunden und sie waren in Überzahl. Maximilian Schüttemeyer versuchte es mit Gewalt, warf aber zu unplatziert – Braunschweigs Keeper Timon Wilken hielt. „Da waren wir nicht clever genug, wir müssen eine bessere Chance herausspielen“, sagte Hinz.

Das sagten die Trainer:

Oleg Kuleshov (HF): „Nach der zweiten Halbzeit war es ein gewonnener Punkt für uns. Es darf nicht passieren, dass du mit sieben Toren führst und die gegnerische Mannschaft wieder ins Spiel bringst. Wir waren im ganzen Spiel nicht clever genug, sind im Angriff zu früh ins Eins-gegen-eins gegangen.“

Volker Mudrow (MTV): „Es hat nicht alles geklappt, aber wir haben hervorragend gekämpft. Jeder Punkt, den wir holen, ist für den Klassenerhalt. Der wäre in dieser starken Staffel schon ein Erfolg.“

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