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Handball: Gefühlt zehn Aufstiegskandidaten im Norden

SPRINGE. Die Wege werden wieder kürzer, die Gegner dafür attraktiver – und wohl auch stärker. Dafür gibt es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. Die Handballfreunde Springe sind also zufrieden mit der neuen Einteilung der 3. Liga.

Mit Lukas Ossenkopp gibt’s für die HF in der kommenden Saison ein Wiedersehen: Der ehemalige Springer Rückraumspieler steht für den HSV Hamburg auf der Platte. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Statt wie zuletzt in der Oststaffel in den Großraum Frankfurt geht es jetzt vor allem wieder Richtung Norden. Größter Name in der Staffel: HSV Hamburg. Der Champions-League-Sieger von 2013 hat mit Torsten Janssen nicht nur einen Weltmeister von 2007 als Trainer auf der Bank, sondern mit Lukas Ossenkopp auch einen ehemaligen Springer im Rückraum. Dritter waren die Hamburger in der Vorsaison, zur neuen Serie verstärken sie sich unter anderem mit Kevin Herbst von Erstligist HC Erlangen.

Weitere ehemalige Teamkollegen treffen die Springer etwa bei den Vergleichen mit den Mecklenburger Stieren (Teo Evangelidis und Ariel Panzer), Oranienburger HC (Simon Herold) und VfL Potsdam (Daniel Deutsch).

„Von den Fahrten her wird es besser als in der vorigen Saison“, sagt HF-Co-Trainer Slava Gorpishin. Dafür sei die Staffel stärker, „aber vor Herausforderungen haben wir keine Angst“. Mit dem TSV Altenholz ist immerhin der Vorjahres-Staffelsieger, der auf den Aufstieg verzichtete, weiterhin dabei. Die HSG Nord HU ist in der Zweitliga-Relegation gescheitert und bleibt ebenfalls in der Staffel – der Vizemeister hat allerdings etliche Leistungsträger verloren.

„Gefühlt gibt es zehn Aufstiegskandidaten“, sagt Fabian Hinz. Der HF-Kapitän findet die Staffeleinteilung aber „super“. Vor allem, weil auch die anderen Teams aus der Region, HSV Hannover, Burgdorf II und Burgwedel mit in den Norden gewechselt sind. Statt Aufsteiger Hildesheim ist jetzt der MTV Braunschweig dabei – auch diese Fahrt ist kurz. „Und im Norden treffen wir auf viele bekannte Gegner mit tollen Hallen, in denen viel los sein wird“, freut sich Hinz.

HF-Pressesprecher Jens Buchmeier erwartet neben dem HSV Hamburg vor allem Zweitliga-Absteiger Empor Rostock ganz vorne. „Wir wollen versuchen, oben mitzuspielen“, sagt er.

„Dafür müssen wir eine sehr gute Mannschaft zusammenhaben“, sagt Hinz. Bislang gibt es aber noch ein Fragezeichen auf einer entscheidenden Position: Der Vertrag des einzigen etatmäßigen Mittelmanns Amer Zildzic ist ausgelaufen – nach einer Verlängerung sieht es nicht aus.

Die Saison startet am 26. August. In die Vorbereitung steigen die Springer am Montag, 10. Juli, ein. Etliche Testspiele sind schon ausgemacht, sagt Gorpishin, unter anderem in eigener Halle gegen Erstligist GWD Minden.

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