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Das ist der Neue bei den Handballfreunden Springe

SPRINGE. Der neue Spielmacher der Handballfreunde Springe wird sich schnell einfinden. Dabei kommt Pawel Niewrzawa aus Polen. Doch die deutsche Sprache beherrscht der 25-jährige Nationalspieler aus seinen zwei Jahren in der Bundesliga beim TuS N-Lübbecke von 2012 bis 2014. Und neue Spielzüge muss er auch nicht lernen.

„Es macht mir Spaß mit den Jungs hier“, sagt HF-Neuzugang Pawel Niewrzawa, hier beim Warmmachen mit seinem polnischen Landsmann Pawel Pietak. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

„Die sind auf der ganzen Welt gleich – und meistens haben sie auch überall die gleichen Namen“, sagt Niewrzawa. Nur das Timing im Zusammenspiel mit den neuen Teamkameraden, „das braucht Zeit.“

Am vorigen Dienstag schaute Niewrzawa seinem neuen Team in Flensburg noch zu – die Spielberechtigung war wegen des langen Wochenendes nicht rechtzeitig zu kriegen. Mittlerweile ist die da – am morgigen Sonntag (16 Uhr) bei Drittliga-Schlusslicht VfL Potsdam kann der 1,88 Meter lange Mittelmann erstmals sein neues Trikot mit der Rückennummer 18 überstreifen.

Er wird dringend gebraucht. Nicht, weil die Springer plötzlich wieder mit Macht in die 2. Liga streben würden. Sondern auch, um überhaupt vernünftig trainieren zu können. „Ich kann nur freitags mit der kompletten Mannschaft arbeiten“, hatte Trainer Oleg Kuleshov nach dem jüngsten Heimsieg gegen Burgdorf II erzählt. Jonas Borgmann etwa ist unter der Woche für ein Praktikum in Hamburg. Kapitän Fabian Hinz ist derzeit beruflich in England. Weil einige andere Akteure wie Tim Otto und Hendrik Pollex krank waren, standen Kuleshov beim Training am Donnerstag gerade mal sechs Feldspieler zur Verfügung – der Ball kam gar nicht ins Spiel.

Um Niewrzawa hatte sich Springes Manager Dennis Melching schon im Sommer bemüht. Der Rückraumspieler blieb aber zunächst beim polnischen Erstligisten Danzig. Doch der Sponsor, auf den der Verein gehofft hatte, kam nicht, das Geld wurde knapp – und Niewrzawa wechselte doch. In die Niederungen der 3. Liga, dabei spielte er im Januar noch für Polen bei der WM in Frankreich.

„Die 3. Liga ist nicht unbedingt mein Traum“, gibt Niewrzawa zu, der in Springe einen Vertrag bis zum Ende der Saison unterschrieben hat, „aber manchmal muss man zwei Schritte zurück machen, um drei vorwärts zu kommen. Es macht Spaß mit den Jungs hier.“ Ein Pfund, mit dem die Springer wuchern konnten: die Trainer. Schließlich war Kuleshov einst einer der Besten der Welt auf Niewrzawas Position: „Ich kann hier viel lernen“, sagt der 25-Jährige, der derzeit noch im Hotel wohnt und seine freie Zeit nutzt, eine Wohnung in Hannover zu finden. „Meine Freundin ist mitgekommen, sie hat einen Job in Hannover“, erklärt er.

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