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Adam Weiner: Aushilfe auf Zeit

SPRINGE. Am vorigen Donnerstag bekam Adam Weiner einen Anruf von Dennis Melching, dem Manager der Handballfreunde Springe. Am Freitag trainierte er erstmals mit dem Springer Drittliga-Team und am Sonnabend gab er sein HF-Debüt.

Adam Weiner hütet für sechs Wochen das Tor der Handballfreunde. Foto: Bertram
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Jan-Erik Bertram Redakteur zur Autorenseite

Die Niederlage im Spitzenspiel gegen den HSV Hamburg konnte allerdings auch der ehemalige polnische Nationaltorwart nicht verhindern.

Melching hatte schon lange nach einem Ersatz für den früh abgewanderten Marius Aleksejev gesucht. Nach NDZ-Informationen hatte er sich besonders um eine Rückkehr von Jendrik Meyer bemüht, der nach der vorigen Saison seine Karriere bei Burgdorf II beendet hatte – vergeblich.

Durch den Ausfall von Nachwuchs-Torwart Daniel Hoffmann, der nach einer Augen-OP sechs Wochen ausfällt, wurde die Torwart-Suche nun dringender. Und Weiner ließ sich nicht lange bitten: „Wenn ich helfen kann, mache ich das“, sagt der 42-Jährige. Der Vizeweltmeister von 2007 spielte von 2011 bis 2014 in Burgdorf. Danach wechselte er zum Wilhelmshavener HV, wo er nach der vorigen Saison seine Karriere beendete und seitdem als Torwarttrainer beschäftigt ist. „In Wilhelmshaven muss ich nicht einspringen, die haben zwei gute Torhüter“, sagt er.

Inwieweit er den Springern helfen kann, wird sich zeigen. Das Dreivierteljahr Wettkampfpause war Weiner bei seinem HF-Debüt gegen Hamburg anzumerken, auch wenn er sich hinten raus steigerte. Wirklich einspielen kann er sich mit seinen Vorderleuten allerdings nicht, denn er wird nur einmal in der Woche – freitags – in Springe trainieren. „Anders geht es nicht, ich habe einen Job in Wilhelmshaven“, sagt Weiner.

Sechs Wochen soll er bei den HF aushelfen, danach kehrt Hoffmann zurück. In der Zeit bestreiten die Springer noch die Verfolgerduelle in Altenholz und gegen Schwerin, „die gewinnen wir hoffentlich“, sagt Weiner, „die letzten 20 Minuten gegen Hamburg haben Selbstvertrauen gegeben.“

Seine Teamkollegen kennt Weiner allesamt – allerdings nur als Gegner von seinen zahlreichen Stationen in der 1., 2. und 3. Liga: „Ich habe gegen alle schon mal gespielt“, sagt er. In Springe gastierte er mit Wilhelmshaven zuletzt am ersten Spieltag der Zweitliga-Saison 2015/16 – zweieinhalb Jahre später ist er nun zurück an der Harmsmühlenstraße.

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