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12. Spieltag

Leverkusen beendet Negativserie: Adli nach Siegtor «sehr glücklich»

Viermal nacheinander gelingt Leverkusen in der Bundesliga kein Sieg. Gegen den VfL Bochum klappt es nun wieder. Zwei Schiedsrichterentscheidungen sorgen für Diskussionen.

Autor:

dpa

Eine kurze Welle mit den Fans, dann verschwanden Bayer Leverkusens Spieler schnell im Kabinengang.

Nach überschwänglichem Jubel stand den Rheinländern im Anschluss an das 1:0 (1:0) gegen den VfL Bochum nicht der Sinn. Vielmehr verbuchte die Werkself das Resultat unter der Rubrik Arbeitssieg. «Bei unserer personellen Situation - vor allem vorne - musst du solche Spiele 1:0 gewinnen - und wir haben es 1:0 gewonnen», sagte Leverkusens Geschäftsführer Rudi Völler zufrieden nach zuvor vier Bundesliga-Partien ohne Sieg und lächelte.

Premiere für Adli - verdienter Erfolg für Leverkusen

Amine Adli gelang vor 22.538 Zuschauern bereits in der 4. Minute der entscheidende Treffer für die erneut stark ersatzgeschwächte Werkself. Der 21-Jährige traf erstmals in der Fußball-Bundesliga überhaupt und dann auch noch mit dem Kopf - nicht gerade die Spezialdisziplin des quirligen Dribblers. «Ich habe darauf gewartet und jetzt bin ich sehr glücklich», sagte der Matchwinner. Aufgrund der Ausfälle der Mittelstürmer Patrik Schick und Lucas Alario spielte der Franzose erneut im Sturmzentrum und machte seine Sache gut.

Der Leverkusener Erfolg war aufgrund der besseren und zahlreicheren Torchancen verdient. Bayer hatte bei zwei strittigen Schiedsrichterentscheidungen aber auch Glück, dass es einmal keine Elfmeter für Bochum und einmal nach einem harten Foul nur die Gelbe Karte für Verteidiger Jeremie Frimpong gab.

«Die zwei Situationen sind Interpretationsspielräume vom Schiedsrichter, die heute auf unserer Seite waren», kommentierte Leverkusens Trainer Gerardo Seoane die Szenen.

Sein Bochumer Kollege Thomas Reis, der direkt nach Abpfiff zum Unparteiischen Daniel Schlager gegangen war, haderte mit Bezug zum ausgebliebenen Elfmeterpfiff nach einer Aktion von Bayer-Verteidiger Jonathan Tah gegen Christopher Antwi-Adjei kurz vor der Pause: «Das wurde komischerweise nicht so geahndet, wie wir uns das gewünscht hätten und wie es hätte sein sollen.» Der 48-Jährige ergänzte: «Das Spiel hätte dann vielleicht eine andere Richtung nehmen können.»

Obwohl es das nicht nahm, wurden seine Spieler nach der Partie noch minutenlang von ihren zahlreichen mitgereisten Fans für ihren aufopferungsvollen Einsatz gefeiert. «Im Endeffekt kann ich meiner Mannschaft keinen großen Vorwurf machen», lautete Reis' Resümee.

Hohes Tempo im ganzen Spiel

Beide Mannschaften brauchten keine Anlaufzeit und starteten direkt mit hohem Tempo ins Spiel. Frimpong flankte den Ball hoch ins Zentrum, und Adli ließ die Leverkusen-Fans nach seinem platzierten Kopfball früh jubeln.

Die Gäste aus dem Ruhrgebiet versteckten sich gegen die spielerisch überlegenen Gastgeber nicht. Immer wieder verlagerten die Blau-Weißen die Partie in die Bayer-Hälfte, spielten rund um den Strafraum aber häufig zu kompliziert und ungenau.

Die besseren Chancen hatte Leverkusen. Nationalspieler Florian Wirtz, der nach seiner Hüftbeuger-Verletzung in die Bayer-Mannschaft zurückkehrte, zielte freistehend zunächst per Kopf nicht exakt genug (16.). Dann schob er den Ball mit dem Fuß knapp am Tor vorbei (39.). Im zweiten Durchgang vergab der 18-Jährige eine weitere Großchance. Das Spiel blieb so bis zum Ende spannend, Bochum gelang jedoch kein später Ausgleich mehr.




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