Toptransfer oder Fehleinkauf?

High Five: Auf diese fünf Neuzugänge sollten Sie beim Start der Fußball-Bundesliga achten

Schlag ein: Beim Franz-Beckenbauer-Supercup klatscht Bayerns Neuzugang Luis Díaz (r.) mit Michael Olise ab.

Schön ist’s zwischen den Jahren. Wenn die Bundesliga pausiert, wird alles wieder auf null gestellt. Die Tabelle jungfräulich, die Trikots nagelneu, das aufgefrischte Personal verspricht einiges für die kommende Saison. Wohl nie im Fußballkalender ist die Hoffnung bei den Fans so groß und die Stimmung flächendeckend so gut.

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Doch wer sind in diesem Sommer die Neuzugänge, auf die sich am ersten Spieltag und in den Folgewochen ein genauerer Blick lohnt? Wir stellen fünf von ihnen vor.

Vorbereitung mit FC Liverpool hilft Díaz

Luis Díaz (Bayern München): Als Transfer mit der dritthöchsten Ablösesumme (70 Millionen Euro) für den FC Bayern und die gesamte Liga kommt der 64-malige (19 Tore) kolumbianische Nationalspieler nach Deutschland. Coach Vincent Kompany lobte vor dem ersten Testspieleinsatz von Díaz bei MagentaSport direkt den Fitnesszustand des offensiven Linksaußen mit dem starken rechten Fuß: „Er ist körperlich eigentlich am weitesten. Er hat eine ganz gute Vorbereitung gehabt mit Liverpool.“

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Denn die vergangenen dreieinhalb Jahre kickte der nun 28-Jährige bei den Reds in der Premier League und soll in München Leroy Sané ersetzen, der in die Türkei gewechselt ist. Beim 2:1 im Supercup gegen den VfB Stuttgart traf der Neue direkt zum 2:0. Offensivkollege Harry Kane lobte anschließend in der Mixed Zone: „Ein starker Lauf, ein starker Abschluss.“

Rômulo (RB Leipzig): Vom Tabellenachten der türkischen Süper Lig kommt der Brasilianer Rômulo für 20 Millionen zu den Roten Bullen. Der 23-Jährige spielte bisher für Göztepe und soll in Sachsen Nachfolger des zu Manchester United abgewanderten Benjamin Sesko werden. Der 1,93 Meter große Angreifer überzeugte in der abgelaufenen Saison im Trikot des Aufsteigers mit 27 Scorerpunkten. Trotz seiner körperlichen Präsenz ist er technisch beschlagen und sehr beweglich. „Besonders beeindruckt hat uns, wie schnell er sich in Brasilien und der Türkei an unterschiedliche Ligen und Spielsysteme angepasst hat“, sagte RB-Geschäftsführer Sport Marcel Schäfer.

Jobe Bellingham (Borussia Dortmund): Der Name Bellingham hat nicht nur am Borsigplatz einen guten Klang. Nach Jude Bellingham, von 2020 bis 2023 im gelben BVB-Trikot und seitdem für Real Madrid am Ball, kommt nun dessen gut zwei Jahre jüngerer Bruder Jobe (19) ins Ruhrgebiet.

Das könnte zusammenpassen: Jobe Bellingham und Borussia Dortmund.

Das Trikot mit der Nummer 7 und dem Flock „Jobe“ – der Vorname statt des Nachnamens als Alleinstellungsmerkmal – hat das Zeug zum Dortmunder Kassenschlager. Und der zugehörige Kicker das zum Unterschiedsspieler. Jobes Aussagen lassen für die Konkurrenz nichts Gutes erahnen: Seine Stärken wolle er zu „Super-Stärken“ machen, „weil ich einer der besten Mittelfeldspieler in Europa werden möchte“.

Yuito Suzuki (SC Freiburg): Trikots mit Suzuki-Schriftzug dürften etliche Fans des SC Freiburg noch im Schrank haben. Denn von 2004 bis 2007 wurden die Südbadener vom gleichnamigen Fahrzeughersteller gesponsert. Nach Suzuki auf der Brust kommt nun Suzuki auf den Rücken, denn von Bröndby IF stieß Yuito Suzuki zum Sport-Club.

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Suzuki paart Torgefahr mit Spielwitz

Trotz seiner nur 1,75 Meter Körpergröße hat der A-Nationalspieler Japans das Zeug, um groß herauszukommen. Mit kurzen trickreichen Bewegungen und blitzschnellen Richtungswechseln besticht der Mittelfeldspieler. Obendrein strahlt er ordentlich Torgefahr (24 Treffer in 72 Partien für die Dänen) aus.

Rav van den Berg (1. FC Köln): Erst in der vergangenen Woche machte Aufsteiger 1. FC Köln den Deal mit dem niederländischen Innenverteidiger fix, der vom FC Middlesbrough aus der englischen Championship nach Köln kommt. 8 Millionen Euro Ablöse sind eine stolze Summe für den 21-Jährigen, doch beim FC sind sie von den Qualitäten des Verteidigers, dessen älterer Bruder Sepp schon für Schalke 04 und den FSV Mainz 05 spielte, überzeugt. Besonders stark ist van den Bergs Passpräzision: So landeten 92,4 Prozent seiner Zuspiele in der abgelaufenen Spielzeit an der gewünschten Adresse.

Doch vielleicht werden die neuen Superstars auch ganz andere. Samuel Mbangula (Werder Bremen, von Juventus Turin, Stürmer), Lorenz Assignon (VfB Stuttgart, Stade Rennes, Abwehr), Vinicius Souza (VfL Wolfsburg, Sheffield United, Mittelfeld), Joel Chima Fujita (FC St. Pauli, VV St. Truiden, Mittelfeld), Leon Avdullahu (TSG Hoffenheim, FC Basel, Mittelfeld) und Giorgi Gocholeishvili (Hamburger SV, Schachtar Donezk, Außenverteidiger) freuen sich ebenfalls auf ihre Bundesliga-Debüts.