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Stiftung rät daher zur Impfung – sogar schon bei Säuglingen

Rotaviren-Infektion kann tödlich enden

Autor:

Nina C. Zimmermann

Heftiges Erbrechen, gefolgt von schleimig-wässrigem Durchfall, der intensiv riecht: So macht sich in der Regel bei Babys und Kleinkindern eine Rotaviren-Infektion bemerkbar. Die Krankheitssymptome zeigen sich eineinhalb bis drei Tage nach Ansteckung, der Durchfall hält zwei bis sechs Tage an, wie die Stiftung Kindergesundheit in München erläutert. Da der Körper dabei nicht nur Flüssigkeit, sondern auch lebenswichtige Mineralien verliert, kann die Erkrankung im schlimmsten Fall tödlich enden.

Die Stiftung rät daher zur Impfung, die jetzt auch in den allgemeinen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) enthalten ist. Studien zufolge lässt sich damit ein Großteil der schweren Infektionen und damit zusammenhängender Krankenhausaufenthalte vermeiden. Der Impfstoff kann gleichzeitig mit anderen gegeben werden und gilt als sehr gut verträglich.

Übertragen werden die Erreger oft durch stuhlverschmierte Hände oder gemeinsam genutzte Handtücher etwa im Kindergarten. Auch eine Übertragung wie bei einer Erkältung, also durch Husten und Niesen, oder verunreinigte Gegenstände wie Kinderspielzeug sei möglich, erläutern die Experten. Ist das Kind geimpft, habe die ganze Familie Vorteile davon, weil sich dann niemand an einem erkrankten Kleinkind anstecken kann.

Säuglinge sollten künftig gegen Rotaviren geimpft werden. Das empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (RKI). Die Schluckimpfung gegen die häufig auftretende Magen-Darm-Erkrankung solle im Alter von sechs bis zwölf Wochen beginnen. Die Impfserie sollte – je nach Vakzin – bis zur vollendeten 24. oder 32. Lebenswoche beendet sein.

Rotaviren sind die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Mädchen und Jungen unter fünf Jahren. Jährlich kommen bundesweit etwa 20 000 Kinder wegen einer solchen Infektion ins Krankenhaus, wie das RKI in Berlin mitteilte.

Rotaviren sind die häufigste Ursache von Magen-Darm-Infektionen bei Mädchen und Jungen unter fünf Jahren.

dpa




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