US-Streitkräfte töten wichtiges IS-Mitglied in Ost-Syrien
Washington. US-Streitkräfte haben bei einem Drohnenangriff nach eigenen Angaben ein ranghohes Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens getötet. Der Angriff sei bereits am Freitag erfolgt, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs Centcom am Sonntag mit. Es handele sich bei dem Getöteten um Usama al-Muhadschir. Er wurde am Freitag in der Region Aleppo von drei Drohnen angegriffen, als er auf einem Motorrad unterwegs war.
„Der IS bleibt eine Bedrohung, nicht nur für die Region, sondern weit darüber hinaus“, sagte Centcom-Befehlshaber, General Michael „Erik“ Kurilla laut Mitteilung. Das US-Zentralkommando erklärte, es gebe keine Hinweise, dass bei dem Angriff Zivilisten getötet worden seien. Das Militär gehe Berichten nach, dass ein Zivilist verletzt worden sei. Über den Drohnenangriff hatte am Samstag die syrische Zivilschutzorganisation Weißhelme berichtet.
Centcom teilte auch mit, dass die Drohnen vom Typ MQ-9, die den Angriff ausführten, zuvor von russischen Flugzeugen bedrängt worden seien. Ähnliche Vorkommnisse gab es nach US-Angaben bereits am Mittwoch und am Donnerstag. Konteradmiral Oleg Gurinow, Leiter des Russischen Versöhnungszentrums für Syrien, hatte vor wenigen Tagen erklärt, das russische und das syrische Militär hätten eine gemeinsame sechstägige Übung begonnen, die am Montag ende. Moskau sei besorgt über Drohnenflüge der US-geführten Koalition über Nordsyrien, zitierten staatliche syrische Medien Äußerungen Gurinows. Sie verstießen systematisch gegen Protokolle, die Konfrontationen beider Militäre verhindern sollten, sagte er demnach.
Das US-Militär ist in Syrien in Gebieten im Einsatz, die von der kurdischen Miliz YPG und deren Verbündeten kontrolliert werden. Die US-Streitkräfte unterstützen dort deren Kampf gegen den IS, der weite Gebiete in Syrien und dem benachbarten Irak beherrscht hatte. Trotz des 2019 verkündeten militärischen Siegs über die Miliz sind deren Zellen weiterhin im Land aktiv und verüben Anschläge.
RND/dpa/AP