Nach Angriff am Samstag

SPD-Politiker Ecke erfolgreich operiert – Zustand ist den Umständen entsprechend gut

Der SPD-Europaabgeordnete Matthias Ecke liegt im Krankenhaus. Nach einem Angriff wurde er am Sonntag erfolgreich operiert.

Dresden. Dem Dresdner SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke geht es nach dem Angriff auf ihn beim Aufhängen von Wahlplakaten den Umständen entsprechend gut. Er sei am Sonntag operiert worden, sagte Sachsens SPD-Chef Henning Homann in der Landeszentrale in Dresden. Er habe einen Bruch des Jochbeins und der Augenhöhle sowie Hämatome im Gesicht erlitten.

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17-Jähriger stellt sich nach Angriff auf SPD-Politiker
Ein 17-jähriger Jugendlicher hat bei der Polizei gestanden, den SPD-Politiker Matthias Ecke angegriffen zu haben.

Ecke war am Samstag beim Plakatieren in Dresden von vier unbekannten Personen angegriffen und schwer verletzt worden. Daraufhin wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert.

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Am Sonntag hatte ein 17-Jähriger die Tat gestanden. Um 1 Uhr in der Nacht stellte er sich auf dem Polizeirevier Dresden-Süd, wie das sächsische Landeskriminalamt (LKA) gegenüber dem RND bestätigte. Der Jugendliche sei der Polizei nicht bekannt. Gründe für die Tat soll er nach Angaben des LKAs bisher nicht genannt haben.

SPD-Bundesvorsitzende Esken: „Wir werden uns dem entgegenstellen“

Die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken vor einer Verharmlosung des Angriffs auf den SPD-Europaabgeordneten Matthias Ecke als Tat eines Einzelnen gewarnt. „Es ist sehr deutlich, dass diese Gewaltbereitschaft nicht vom Himmel fällt, sagte Esken am Sonntag in der SPD-Landeszentrale in Dresden vor einer Solidaritätskundgebung. Dies habe mit der Saat gesellschaftlicher Spaltung und Botschaften der Verächtlichmachung der Demokratie zu tun, die von der AfD und von anderen Rechtsextremisten ausgehe. „Insofern tragen diese Leute, die damit gedroht haben, uns zu jagen, in diesem Land aufzuräumen, ja auszumisten, auch eine Mitbeantwortung für das gesellschaftliche Klima, in dem solche Taten dann eben möglich sind.“

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Man werde sich das nicht gefallen lassen, betonte Esken. „Wir werden uns dem entgegenstellen als Rechtsstaat, aber natürlich auch als Gesellschaft und als politische Parteien.“ Die Gewalttat gegen Ecke gehe sehr ans Herz. „Wir wünschen ihm die allerbeste Genesung, damit wir bald wieder gemeinsam für die Demokratie und für auch ein starkes Europa eintreten können“, sagte Esken.

RND/dpa

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