Auftritt bei Wirtschaftsforum

Putin betont wirtschaftliche Stärke Russlands

Präsident Putin behauptet, dass es der russischen Wirtschaft trotz der Sanktionen gut gehe.

Der russische Staatschef Wladimir Putin hat sein Land trotz der wegen seines Angriffskriegs in der Ukraine verhängten Sanktionen als wirtschaftlich erfolgreich dargestellt. „Wir haben uns nicht auf den Pfad der Selbstisolierung begeben“, sagte Putin am Freitag beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg. „Ziemlich im Gegenteil – wir haben Kontakte zu verlässlichen und verantwortungsvollen Partnern in den Ländern und Regionen ausgeweitet, die heute als Motor, als Antreiber der Weltwirtschaft dienen.“

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An dem diesjährigen Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg nahmen keine westlichen Vertreter und Investoren teil. Der Kreml hat zudem Journalisten von Ländern eine Berichterstattung über das Forum verweigert, die er als „unfreundlich“ einstuft – das trifft auf EU-Länder, die USA, Kanada und Australien zu. Das Forum begann am Mittwoch und dauert bis Samstag.

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Von Behördenseite wurde keine Liste mit den Namen ausländischer Unternehmen vorgelegt, die an dem Forum teilnehmen. Dem Programm war zu entnehmen, dass die meisten der vorgesehenen Redner für mehr als 100 Podiumsdiskussionen aus Russland stammen.

Antisemitische Attacke auf Selenskyj

Putin verteidigte vehement die Entsendung russischer Soldaten in die Ukraine. Er wiederholte seine Behauptung, dass die ukrainische Regierung aus Neonazis bestehe, obwohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jüdische Wurzeln hat. „Meine jüdischen Freunde sagen, dass Selenskyj kein Jude sei, sondern eine Schande für das jüdische Volk“, sagte Putin.

Putin: „Zur Hölle mit ihnen“

Er bestätigte die Stationierung von taktischen russischen Atomwaffen in Belarus. Atomwaffen gewährleisteten Russlands Sicherheit „und im weitesten Sinne des Wortes die Existenz des russischen Staats“. „Extreme Mittel könnten eingesetzt werden, wenn die russische Staatlichkeit bedroht ist. In diesem Fall werden wir sicherlich alle uns zur Verfügung stehenden Kräfte und Mittel einsetzen“, sagte Putin. Zu Versuchen, Verhandlungen über eine Verringerung von Atomwaffen aufzunehmen, sagte er: „Zur Hölle mit ihnen, wie man bei uns sagt.“

RND/AP