Katastrophale humanitäre Lage

Auswärtiges Amt: Israels Gaza-Offensive Grund „zu tiefer Sorge“

Familien holen Essen an eine Ausgabestelle im Gazastreifen

Berlin. Das Auswärtige Amt hat besorgt auf den großangelegten Angriff Israels gegen die islamistische Hamas im Gazastreifen reagiert. Der Beginn einer neuerlichen Bodenoffensive sei Grund „zu tiefer Sorge“ – sowohl mit Blick auf die strategischen Ziele Israels als auch die humanitäre Lage in dem Küstengebiet, erklärte ein Sprecher in Berlin.

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Israel habe wie jeder Staat das Recht, sich im Rahmen des geltenden Völkerrechts zu verteidigen. „Aber das aktuelle Vorgehen könnte das Leben der verbliebenen Geiseln gefährden, darunter auch der deutschen, die nach fast 600 Tagen noch immer in den Hamas-Kerkern um ihr Überleben fürchten müssen“, hieß es.

„Gideon’s Chariots“ eingeleitet

Eine großflächige Militäroffensive berge zudem das Risiko, dass die katastrophale humanitäre Lage der Bevölkerung und die Lage der verbliebenen Geiseln sich weiter verschlechtere und die Aussicht auf einen langfristigen Waffenstillstand in die Ferne rücke. Aus diesem Anlass habe Außenminister Johann Wadephul (CDU) am Samstag noch einmal mit seinem israelischen Amtskollegen telefoniert und sei mit weiteren Partnern der Region in engem Kontakt.

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Seit mehr als eineinhalb Jahren führt Israel Krieg im Gazastreifen - Auslöser war das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023. Seit Wochen stand eine neue große Offensive im Raum – in der Nacht teilte das israelische Militär mit, diese nun unter dem Namen „Gideon’s Chariots“ eingeleitet zu haben.

RND/dpa