Seit Mai in der Gewalt der Islamisten

Österreichischer Rechtsextremist aus afghanischer Haft entlassen

Taliban-Kämpfer patrouillieren im August 2023 während einer Feier zum zweiten Jahrestag des Abzugs der US-amerikanischen Truppen aus Afghanistan auf der Straße.

Kabul/Wien. Nach neun Monaten Haft bei den Taliban in Afghanistan ist ein österreichischer Rechtsextremist freigelassen worden. Wie das Bundeskanzleramt und Außenministerium am Sonntag in Wien mitteilten, landete der 84-Jährige in der katarischen Hauptstadt Doha.

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Er war seit Mai 2023 in der Gewalt der islamistischen Taliban gewesen. Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) dankte auf der Plattform X (vormals Twitter) der katarischen Regierung für ihre Vermittlung in der Angelegenheit.

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In Afghanistan warf man ihm Spionage vor

Das Außenministerium betonte, dass der 84-Jährige in den vergangenen Monaten über das Außenamt, die zuständige Botschaft in Pakistan sowie die EU-Vertretung in Kabul „nach Kräften konsularisch betreut“ worden sei. So habe man erreicht, dass ihm dringend benötigte Medikamente und ein Hörgerät übergeben worden seien.

Der Mann gilt als bekannte Figur der rechtsextremen Szene in Österreich. 1967 war er Gründungsmitglied der Nationaldemokratischen Partei (NDP), die 1988 verboten wurde. Er war trotz einer seit Jahrzehnten bestehenden Reisewarnung nach Afghanistan gereist, wo ihm Spionage vorgeworfen wurde.

RND/dpa