Prozess gegen Ex-Präsidenten

US-Autorin Carroll will Entschädigung „für etwas, das Trump hasst“ ausgeben

E. Jean Carroll kommt vor dem Gerichtsgebäude an, als die Schlussplädoyers in ihrem Schadensersatzprozess gegen Donald Trump vor dem Bundesgericht in Manhattan am Freitag, 26. Januar 2024 in New York beginnen. Die Schriftstellerin hat angekündigt, die Entschädigungszahlungen, die Trump an sie leisten muss, in etwas zu stecken, dass der ehemalige US-Präsident hasse.

New York. Die US-Autorin E. Jean Carroll bekommt nach einem Verleumdungsprozess von Donald Trump eine Entschädigung von 83,3 Millionen Dollar (etwa 77 Millionen Euro) – nun will sie das Geld ausgeben für „etwas, das Trump hasst“. „Wenn es ihm wehtut, dass ich für bestimmte Dinge Geld ausgebe, dann ist das meine Absicht“, sagte Carroll am Montag im TV-Sender ABC. Unter anderem wolle sie beispielsweise einen Fonds für Frauen einrichten, die von dem früheren US-Präsidenten sexuell belästigt worden seien.

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Carroll gewann am Freitag auch zweiten Prozess gegen Trump

Sie habe Angst vor dem Prozess gehabt, die dann aber zu Beginn des Verfahrens sofort verflogen sei, sagte Carroll weiter. „Es war so, als ob er nichts wäre – wie ein Kaiser ohne Kleider. Ich hatte so viel Angst im Vorfeld und dann war er da. Er ist einfach nur etwas in einem Anzug.“

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In einem zweiten Zivilprozess der 80-jährigen Autorin gegen Trump hatte eine Geschworenenjury ihr am Freitag die Entschädigungszahlung zugesprochen. Trumps Anwälte hatten angekündigt, in Revision gehen zu wollen.

Im Februar droht Trump bereits die nächste Strafzahlung

Zum Abschluss des ersten Verfahrens hatte es im Mai eine New Yorker Geschworenenjury als erwiesen angesehen, dass Trump Carroll 1996 in einem New Yorker Nobelkaufhaus angegriffen, sexuell missbraucht und später verleumdet hatte. Die Geschworenen hatten der Schriftstellerin daraufhin eine Entschädigung von fünf Millionen Dollar (etwa 4,65 Millionen Euro) zugesprochen. Auch gegen diese Entscheidung hat Trump Revision eingelegt.

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Der 77-jährige Trump gilt bei den im November anstehenden Präsidentschaftswahlen als aussichtsreichster Bewerber der Republikaner. Er muss sich allerdings derzeit auch in zahlreichen verschiedenen Fällen mit Gerichten auseinandersetzen. Noch im Februar könnte eine Entscheidung in einem Betrugsprozess in New York fallen, wo ihm ebenfalls eine hohe Strafzahlung droht.

RND/dpa