Ralf Schumacher trauert um Reh – und macht RWE-Mitarbeiter für Tod verantwortlich
Kerpen. Der ehemalige Formel-1-Profi Ralf Schumacher trauert um eines der Rehe auf seinem Bauernhof. Es soll in der Silvesternacht gestorben sein. Schumacher veröffentlichte dazu einen Post auf Instagram. Darin erhebt er Vorwürfe gegen den Werkschutz des Energieversorgers RWE. Mitarbeitende hätten auf einem Betriebsgelände in der Nähe von Schumachers Hof in Kerpen-Manheim „einige extrem starke Böller“ gezündet. Dadurch sei das Tier gestorben, glaubt Schumacher.
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Zur vollständigen Ansicht„Ich wünsche den Mitarbeitern des Werkschutz von @rwe.global und dem Konzern ein frohes neues Jahr“, schrieb er ironisch in dem Post.
RWE nimmt Vorwürfe „sehr ernst“
„Bild“ hat RWE nach eigenen Angaben mit den Vorwürfen Schumachers konfrontiert. Man habe den Post gelesen und nehme „die darin geäußerten Vorwürfe sehr ernst“, zitierte die Zeitung den Konzern. „Wir bedauern zudem, dass das Tier gestorben ist. Grundsätzlich würde es massiv gegen unsere Vorschriften verstoßen, im Rahmen eines Einsatzes Feuerwerkskörper zu zünden; das gilt natürlich auch an Silvester.“
Waren es stattdessen Jugendliche?
Nach einer ersten Prüfung habe man jedoch nicht feststellen können, dass sich zum entsprechenden Zeitpunkt Mitarbeitende an dem Ort befunden hätten, berichtete „Bild“ weiter. Der Konzern habe auf einen Vorfall mit Jugendlichen in der Silvesternacht verwiesen und mögliche Bezüge gesehen.
Schumacher habe gegenüber „Bild“ hingegen nochmals bekräftigt, dass seine Mitarbeitenden Mitglieder des Werkschutzes beim Zünden der Böller beobachtet hätten. Auch andere Tiere auf seinem Hof hätten sich dadurch erschreckt: „Pferde, Ponys, Schweine und viele andere arme Tiere.“
Der heute 48-jährige Ralf Schumacher fuhr von 1997 bis 2007 in der Königsklasse des Motorsports und gewann sechs Rennen. Dabei stand er sportlich im Schatten seines Bruders Michael, der insgesamt siebenmal den WM-Titel holte.
RND/lin