„American Idiot“ umgetextet

Green Day setzt bei Silvesterkonzert Zeichen gegen Trump – Kritik von Musk

Green-Day-Frontmann Billie Joe Armstrong bei einem Festival 2022.

Eine kritische Textzeile der US-Pop-Punk-Band Green Day bei einem Auftritt an Silvester hat Tesla-Chef Elon Musk aus der Reserve gelockt. Frontmann Billie Joe Armstrong veränderte bei einem TV-Konzert im Sender ABC eine Stelle des Liedes „American Idiot“ und verpasste Ex-US-Präsident Trump damit einen Seitenhieb, wie internationale Medien berichteten. Anstatt „I‘m not part of the redneck agenda“ („Ich bin nicht Teil der Redneck-Agenda“) sang er „I‘m not part of the MAGA agenda“ („Ich bin nicht Teil der MAGA-Agenda“). MAGA steht als Abkürzung für Trumps Slogan „Make America great again“. Videos in den sozialen Netzwerken zeigen die entsprechende Stelle des Konzerts.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Musk: Green Day handelt im Dienste des Establishments

Musk, der heute als großer Unterstützer Trumps gilt, missfiel der provokant-ironische Angriff auf den republikanischen Präsidentschaftsbewerber. In seinem Netzwerk X schrieb er am Neujahrstag, dass Green Day sich früher gegen das Establishment positioniert habe – nun stünden die drei Musiker in dessen Diensten. Der Tesla-Chef war nicht der Einzige, der Green Day kritisierte. Aus konservativen Kreisen hieß es in verschiedenen sozialen Netzwerken, Green Day sei eine schlechte Band. Zudem machten sich einige User über das Alter der drei Musiker (alle inzwischen 51 Jahre) lustig.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Tesla-Chef Elon Musk äußerte sich kritisch zu der veränderten Textzeile der Band.

In den USA wird Anfang November 2024 ein neuer Präsident gewählt. Unter den republikanischen Anwärtern liegt Trump in Umfragen derzeit weit vorn. Bei den Demokraten geht Amtsinhaber Joe Biden ohne bisher ernst zu nehmende Konkurrenz für eine zweite Amtszeit ins Rennen.

Ansicht wechseln

In dieser Ansicht können leider nicht alle Inhalte korrekt dargestellt werden.

Zur vollständigen Ansicht

Ursprünglich hatte Green Day den Song „American Idiot“ 2004 als Kritik an dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush geschrieben. Auslöser war, dass Bush nach den Anschlägen des 11. September 2001 gegen den Irak in den Krieg zog.

Nicht die erste öffentliche Kritik von Green Day an Trump

In der jüngeren Vergangenheit hat die Band aus Kalifornien, die Mitte der 1990er-Jahre mit dem Album „Dookie“ und dem großen Hit „When I Come Around“ ihren internationalen Durchbruch hatte, sich immer wieder politisch geäußert – etwa gegen den US-amerikanischen Waffenwahn und auch gegen Donald Trump. Der damals bereits 14 Jahre alte Song „American Idiot“ schaffte es 2018 anlässlich eines Besuchs von Trump in Großbritannien zurück in die britischen Charts. Beim Hurricane-Festival 2017 brüllte Armstrong „Fuck you Donald Trump!“. Bei den American Music Awards 2016 stimmten die Punker den Spruch „No Trump, no KKK, no fascist USA“ an.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Green Day veröffentlicht am 19. Januar sein 14. Album namens „Saviors“. Enthalten sind Songs wie „The American Dream Is Killing Me“ und „Look Ma, No Brains!“.

RND/dpa/nis