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Niedersachsen verlängert die Corona-Winterruhe

Die Winterruhe in Niedersachsen wird fortgesetzt. Das hat das Land am Montagabend erklärt. Seit Mitte Dezember gilt im gesamten Land die Warnstufe 3.

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Die Zahl der mit Omikron infizierten Menschen steige auch in Niedersachsen nach wie vor: Bald befürchte man, auch landesweit die 1000er-Inzidenz zu übersteigen. Außerdem könne auch diese Variante "zu Krankenhauseinweisungen und in Einzelfällen zum Tod führen". Moderate Verläufe seien ebenfalls oft mit hohem Fieber und tagelangen schweren Kopfschmerzen verbunden.

"Engpässe im Krankenhaus"

Gleichzeitig steige die Zahl der infizierten Partienten in den Krankenhäusern stetig. "Wenn die Fallzahlen, wie von Expertinnen und Experten vorhergesagt, in den nächsten Wochen um das vier- bis sechsfache steigen, dann werden auch hier deutlich mehr Menschen im Krankenhaus sein. Das wäre dann die Folge der schieren Zahl von Neuinfektionen – auch wenn Omikron zu weniger schweren Erkrankungen führt. Gleichzeitig führen im Krankenhaus- und Pflegebereich Personalausfälle aufgrund von Corona-Infektionen bereits jetzt zu Engpässen", heißt es in einer Mitteilung.

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Das gilt für Kontakte, Gastronomie oder im Einzelhandel

Das Land will die Corona-Regeln bis Ende Februar verlängern. Solange bleiben etwa Clubs und Discotheken geschlossen,Auch die tägliche Testpflicht für Schülerinnen und Schüler soll bestehen bleiben. Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen sind weiterhin nicht erlaubt. Private Kontakte bleiben für Geimpfte und Genesene auf zehn Personen beschränkt; für Ungeimpfte gilt: ein Haushalt plus zwei Personen. In der Gastronomie sowie in Kino oder Theater gilt 2Gplus (2G bei geringerer Kapazität); im Einzelhandel eine strenge FFP2-Maskenpflicht.

Ministerpräsident Stephan Weil betonte am Montag, Niedersachsen dürfe in Sachen Coronavirus-Eindämmung den "hart erarbeiteten Erfolg dürfen wir jetzt nicht aufs Spiel setzen". Gleichzeitig müsse man die Impfquote steigen: Nur wenn diese sehr hoch sei, habe man "eine gute Chance, dass wir im nächsten Herbst und Winter nicht erneut das gesellschaftliche Leben herunterfahren müssen".

Weitere Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz 

Die hohe Zahl der Neuinfektionen bundesweit und die nur begrenzt verfügbaren PCR-Tests machten eine Priorisierung erforderlich. Der Verdacht einer Covid-19-Infektion solle zukünftig vordringlich in zwei Fällen durch einen PCR-Test abgeklärt werden: 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Krankenhäusern, in Arztpraxen oder in der Pflege sollen getestet werden, damit Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und Bewohner gegen Corona-Infektionen geschützt werden.

Außerdem sollen Risikopatientinnen und -patienten PCR-getestet werden, um eine frühzeitige Behandlung, ggfs. eine antivirale Therapie zu ermöglichen.

Eine Veränderung soll es beim späteren Freitesten von an Omikron erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe geben: Auch für sie gilt zukünftig, dass nach sieben Tagen die Isolation bei 48 Stunden Symptomfreiheit durch einen zertifizierten Antigen-Schnelltest beendet werden kann.

Was haben die Ministerpräsidenten und der Bund noch beschlossen? Unsere Übersicht gibt es hier!




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