×
Konzert mit Motorsägen

Motorsägen-Ensemble spielt im Gottesdienst "Highway to Hell" (Video + Galerie)

"Bekloppte Zeiten brauchen bekloppte Ideen", fand Pastor Robert Dierking. Also gründete er ein Motorsägen-Ensemble.

Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Anzeige

POGGENHAGEN. Der „TrAuMoGo“ auf dem Gut Ölbergen ist immer etwas Besonderes. Dafür sorgt Pastor Robert Dierking mit seinen tollen Ideen. Diesmal lockte er mit einer ganz besonders ausgefallenen Aktion. Er hatte vor einigen Wochen das Motorsägen-Ensemble „Die Holzböcke vom Pfarrwald“ gegründet und mit Spannung wurde erwartet, wie die zehn Männer und eine Frau mit ihren Motorsägen musizieren würden.

Das besondere Musikensemble hatte auch zwei Fernsehsender ins Auetal gelockt, den NDR und RTL Nord.

Viele Auetaler waren mit ihren Treckern, Autos, Motorrädern, Fahrrädern oder zu Fuß zum Gut Ölbergen gekommen, die Stimmung war locker. Sogar Picknickdecken wurden ausgebreitet.

13 Bilder

Bekloppte Zeiten brauchen bekloppte Ideen

Pastor Dierking begrüßte alle von den Stufen des Herrenhauses aus. „Wir feiern heute ungewöhnlich und herzlich“, so Dierking, der zum Beginn kleine „Preise“ verteilte. Für eine Frau, die aus Weilheim kam und damit die weiteste Anreise hatte gab es ein Fläschen alkoholfreies Bier, für den Fahrer des ältesten Treckers und für das schnellste Auto – einen 45 km/h-Elektroshopper.

„Die Corona-Zeiten sind bekloppte Zeiten und gerade diesen muss man etwas Beklopptes entgegen setzen“, sagte Dierking, zog seinen Talar aus und wurde zum Waldarbeiter. Unter der Regie von Popkantor Marko Knichalla und der Rock-Kantor-Band mit Musikern aus der Region, dröhnte dann „Highway to Hell“ durch den Gutshof. Die Motorsägen unterstrichen den Rhythmus – ein einmaliges Erlebnis, das mit viel Beifall quittiert wurde.

„Das ist nicht gerade der Klassiker der Kirchenmusik, aber ja, man kann das machen, denn derzeit ist es für viele Menschen die Hölle auf Erden und wir singen das Lied mit einem gewissen Witz über das Leben“, so der Pastor.

Motorsägen stehen im Mittelpunkt

Die Sägen standen dann auch im Mittelpunkt seiner kurzen Predigt über Ruhe, Erdverbundenheit und Leute, mit denen man an einem Strang ziehen sollte. Traditionell wurde schließlich das Kyrie gehupt und mit „Eye of the tiger“ brachten Motorsägen-Ensemble und Band ihren zweiten Hit zum Besten. Zum Abschluss gab es noch eine Zugabe, bevor alle fröhlich gestimmt den Gutshof verließen.

„Das war eine wirklich tolle Gaudi. Das hat riesigen Spaß gemacht“, freute sich Dierking.

Das könnte Sie auch interessieren...



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt