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Machen Sie mit: Die gute alte Zeit - wissen Sie noch?

SPRINGE/BAD MÜNDER. In einer großen NDZ-Serie möchten wir mit Ihnen in diesem Sommer in Erinnerungen schwelgen - ans Aufwachsen in Springe und Bad Münder: Wo haben Sie damals gefeiert, wo haben Sie Süßes gekauft, wo haben Sie Ihren ersten Kuss bekommen, wo war Ihr Lieblingsplatz?

Erinnerungen: Alfred Gehlen 2016 vor dem Terrassencafé. Foto: Huppert

Kein Handy, kein Internet, den ganzen Tag draußen, in der Stadt, im Steinbruch, auf dem Fußballplatz, in der Disco, im Kino, im Tanzcafé: So war das damals, in Springe und Bad Münder aufzuwachsen. Marcus Knop, Jahrgang 1973, ist in Springe geboren („damals ging das noch“) und aufgewachsen, hat 25 Jahre hier gelebt, gefeiert, gespielt. „Es war schön in Springe“, sagt der Wahl-Bayer, der regelmäßig seine Heimat besucht. Und sich an so viel erinnert. Die alte Bierbar und das „La Blanche“, das „Cocoa“ oder das Schützenfest, „das war immer ein Highlight“. Klar ist man auch mal nach Hannover gefahren, sagt Knop. „Aber meistens waren wir hier in Springe.“

„Den ganzen Tag draußen“ seien sie damals gewesen, sagt Knop – und das will er auch gar nicht als nostalgische Verklärung eingeordnet wissen: „Das war wirklich so.“

Wie gerne die Springer aller Generationen sich an ihre alte Heimat erinnern, das merkte Knop schon vor knapp sieben Jahren: Damals gründete er die Facebook-Gruppe „Wenn du in Springe aufgewachsen bist, dann...“ Weit mehr als 2000 Mitglieder haben bis heute tausende Erinnerungen und Fotos ausgetauscht – auch wenn die Gruppe inzwischen mehr zu einem Forum für aktuelle Themen geworden ist. „Trotzdem ist es schön, wenn ich aus der Ferne verfolgen kann, was die Leute heute machen, mit denen ich früher Zeit verbracht habe“, sagt Knop.

Auch in Bad Münder erinnert man sich gerne zurück - zum Beispiel an den Club TC: „Das war damals der Treffpunkt schlechthin“, sagt Alfred Gehlen heute. Der Hotelier vom „Terrassencafé“ war jahrzehntelang Bad Münders inoffizieller Disco-König, lockte mit dem „TC“  mehr als 30 Jahre lang nicht nur Bands und Sänger in die Stadt, sondern auch Besucher aus Hannover oder Hildesheim. Eine Erinnerung für Generationen von Münderanern – von denen wir uns noch mehr wünschen: Gehlen denkt gerne an die Disco-Zeiot zurück, die für ihn 1968 begann und Ende 1999 endete: „Musik aus, Licht an, TC-Club zu“ titelte die Neue Deister-Zeitung damals – und zitierte Gehlen mit der Vermutung, es habe „kaum einen Münder ander gegeben, der nicht mindestens einmal hier war“.

Doch für Ur-Münderaner ist das sicher nur eine Erinnerung: Wer ist damals mit der Eisenbahn durchs Sünteltal zur Schule oder zur Arbeit gefahren? Wer war im frisch eröffneten Rohmelbad unterwegs, hat in einem der Tanzcafés oder Discos im Stadtgebiet geschwoft und geflirtet? Wer hatte einen ganz besonderen Lehrer oder Schwimmtrainer? Oder wer war ganz klassisch bei den Schützen, in Musikvereinen oder ist einem ausgefallenen Hobby nachgegangen?

Erinnern Sie sich auch noch? An alte Geschäfte, an große Feste, an ganz besondere Menschen, an das Freibad, an Schulen und Kindergärten, an Fußballtrainer und Klassenfahrten? Dann erzählen Sie uns Ihre Geschichte – egal, ob Sie vor 20, 40, 60 oder 80 Jahren in Springe und Bad Münder aufgewachsen sind. Natürlich können uns auch junge Menschen berichten, wie sie heute ihr Stadt erleben. Vielleicht haben Sie noch passende Fotos. Gerne besuchen wir Sie auch und schreiben Ihre Geschichte auf. Melden können Sie sich ab sofort per Post (Neue Deister-Zeitung, „Jugendserie“, Bahnhofstraße 18, 31832 Springe), per E-Mail an redaktion@ndz.de , unter 05041/78931 (Springe) und 05041/78937 (Bad Münder) oder auf unserer Facebook-Seite unter www.facebook.com/ndz.de.

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