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Land: Schulen und Kitas ab Montag geschlossen

Die Schulen und Kitas in ganz Niedersachsen werden ab Montag, 16. März, geschlossen. Das hat das Land am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz in Hannover offiziell bestätigt.

Demnach geht die zweiwöchige Sonderschließung direkt in die Osterferien über. Parallel sind auch die Kitas aller Träger zu - bis 18. April. Vor Niedersachsen hatten bereits Bayern, Berlin und das Saarland einen solchen Schritt angekündigt. Ziel der vom Corona-Krisenstab der Landesregierung bereits am Donnerstag empfohlenen Maßnahme ist es, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und zu verlangsamen.

Betroffen sind auch Berufsschulen, freie Schulen, Horte und die Kindertagespflege. Ausnahmen soll es für Abiturienten geben. Die Schulen sollen informiert werden. Es soll vier Telefonhotlines der Landesschulbehörde geben.

 Für die Schulen bedeute die Maßnahme, "dass der Unterrichtsbetrieb in Lerngruppen oder im Klassenverband in den Räumlichkeiten der Schulen bzw. in anderen alternativen Örtlichkeiten (z. B. Sporthallen, Schwimmhallen, außerschulischen Lernorten) einschließlich des Ganztagsbetriebes nicht mehr stattfindet und ersatzlos ausfällt", so das Land.

Auch zahlreiche staatliche Museen werden bis 19. April geschlossen.

Vorlesungsbeginn und Lehrbetrieb an staatlichen Hochschulen und Unis werden auf 20. April verschoben. Der Lehrbetrieb an Fachhochschulen ist bis dahin ausgesetzt. Studenten an der MHH in Hannover soll das Angebot gemacht werden, stattdessen als Pflegekräfte zu helfen.

Für Beschäftige aus den Bereichen Pflege, Gesundheit, Medizin und öffentliche Sicherheit wie Polizei, Justiz, Rettungsdienste, Feuerwehr und Katastrophenschutz, sowie zur Aufrechterhaltung der Daseinsvorsorge (Behörden) soll eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler bis maximal Schuljahrgang 8 in Schulen angeboten werden. Auch in Kindertagesstätten können Notgruppen gebildet werden. An Mitarbeiter in Gesundheit oder Rettungsdienst appellierte Gesundheitsministerin Carola Reimann: "Nutzen Sie die Notfallbetreuung und gehen Sie zur Arbeit. Wir brauchen Sie." Man stehe mit Akteuren in Wirtschaft und Gewerkschaft im Austausch, so Ministerpräsident Stephan Weil.

Man könne Corona nicht besiegen, sagte Ministerpräsident Stephan Weil - aber man könne Voraussetzungen schaffen, Leben zu retten: "Wir sollten die Chance, die wir haben, nutzen." Man könne nicht über ein oder zwei Jahre das Leben in Niedersachsen und Deutschland zum Erliegen bringen. Es gehe darum, bald in einen milden Verlauf der Epidemie zu gelangen. Alle seien aufgerufen, die Zahl der sozialen Kontakte auf alles Notwendige zu reduzieren: "Mein Leben sieht jetzt anders aus als vor einer Woche", so Ministerpräsident Weil.

(mit dpa)

Für Eltern gibt es diese Möglichkeiten für Fragen: 0511/106-6000, service-h@nlschb.niedersachsen.de




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