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Das war der Sturm-Tag in Springe und Bad Münder: Schulen öffnen wieder

Die Sturmwarnung für Springe und Bad Münder endet am Donnerstagabend. Immer wieder waren die Feuerwehren zu Einsätzen ausgerückt. Im Landkreis Hameln-Pyrmont und der Region Hannover öffnen die Schulen am Freitag wieder.

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Laut Deutschem Wetterdienst treten in der Warn-Zeit orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten zwischen 80 und 110 Stundenkilometer auf. In der Nähe von Schauern sowie in exponierten Lagen können es sogar 120 Stundenkilometer werden. Am Donnerstagmorgen schwächt der Wind dann leicht ab; ab dem Vormittag soll es aber wieder ähnlich starke Böen geben, die erst am Abend nachlassen.

Wetterdienst warnt vor herabfallenden Gegenständen

Die Feuerwehr Springe rückte in der Nacht mehrfach aus: Um 1.52 Uhr kümmerten sich die Ehrenamtlichen um eine überflutete Fahrbahn an der Jägerallee in Springe. Nach Angaben der Polizei war ein Staugitter am Bach verstopft, sodass Wasser über das Ufer trat. Einige Keller liefen voll. Die Mitarbeiter des Bauhofes rückten noch in der Nacht aus, um das Problem zu beheben. Die Feuerwehr pumpte das Wasser in den Kellern ab.  Um 3.35 Uhr musste die Feuerwehr an der Eldagsener Straße einen umgestürzten Baum an die Seite räumen. Am Montagmorgen war aufgrund des Sturms ein Trampolin im Bereich der Beethovenstraße in Springe in die Nachbarstraße geweht worden, teilt die Polizei mit. Ansonsten hätten sich die Schäden bislang (Stand: 7.05 Uhr) in Grenzen gehalten. Vereinzelt hätten Äste auf der Straße gelegen.

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Auch im Bereich im Bad Münder sei die Sturmlage nicht so schlimm wie erwartet: Um 4.20 Uhr lagen auf der K73 bei Rohrsen Äste auf der Fahrbahn, ebenso wie in Nienstedt auf der Eimbeckhäuser Straße - in beiden Fällen konnten die Polizisten die Äste selbst von der Straße entfernen, die Feuerwehr musste nicht ausrücken. Am Vormittag musste die Feuerwehr an der Lauenauer Straße in Nienstedt die Fahrbahn freimachen. Auch die Drehleiter kam hier zum Einsatz.

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Die Feuerwehr Bad Münder kümmert sich um Sturmschäden in Nienstedt. Foto: Klose

Der Wochenmarkt in Bad Münder fand trotz der Warnung statt. Allerdings waren nicht alle Händler angereist.

Auch die Deutsche Bahn kämpft am Donnerstag mit den Folgen des Sturms. Es kommt zu Verspätungen und Zugausfällen. Die Züge der S-Bahn Hannover, die auch die S5 und S51 umfassen, fielen am Donnerstagmorgen zu großen Teilen aus. Fahrgäste, die ihre Reise am Donnerstag oder Freitag verschieben möchten, können ihr Ticket für den Fernverkehr bis einschließlich sieben Tage nach Störungsende entweder flexibel nutzen oder kostenfrei stornieren. Wer reisen möchte, sollte sich vorher unter www.bahn.de/reiseauskunft oder unter Telefon 08000/996633 kostenlos informieren.

Der Wetterdienst warnt vor entwurzelten Bäumen und beschädigten Dächern: "Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel und Gegenstände." Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben; Gegenstände im Freien gesichert. Die Experten fordern außerdem auf, Abstand von Gebäuden, Bäumen, Gerüsten und Hochspannungsleitungen zu halten und sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten.

Das Wisentgehege Springe blieb auch am Donnerstag geschlossen. In Hannover schlossen der Zoo, die Herrenhäuser Gärten, der Stadtpark, der Tiergarten und die Waldstation Eilenriede.

Im Landkreis Hameln-Pyrmont (mit Bad Münder) und im Landkreis Schaumburg fiel am Donnerstag an allen allgemeinbildenden Schulen der Unterricht aus. Das teilten die Behörden am Mittwochnachmittag mit. Die Region Hannover (mit Springe) zog wenige Stunden später nach.  Am Freitag sollen die Schulen wieder regulär öffnen.

Der Landkreis teilte zudem mit, dass das Sturmtief auch bei der Abfallentsorgung für Probleme sorgen könnte. So wird geraten, insbesondere die Gelben Säcke sowie zusätzlich zur Papiertonne bereitgestellte Kartons oder Papiertüten nach Möglichkeit erst am nächsten Abfuhrtermin bereitzustellen; ebenso verhält es sich mit leichtem und windanfälligem Sperrmüll. Da leere Mülltonnen leicht umkippen und in den Verkehrsraum gelangen könnten, sollten Tonnen nach Möglichkeit nach der Entleerung wieder an ihren Stammplatz gebracht werden, so der Landkreis.

Die Feuerwehren in Springe und Bad Münder bereiteten sich am Mittwoch bereits darauf vor, zu Hilfeleistungen gerufen zu werden. Bad Münders Feuerwehr-Pressesprecher Marko Klose rechnete damit, dass bei einer Häufung der Einsätze eine örtliche Leitstelle in Bad Münder eingerichtet wird, um die Koordination der Einsätze im Stadtgebiet zu übernehmen und die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland zu entlasten. Ähnlich war bereits bei Starkregenereignissen im vergangenen Jahr verfahren worden. Die Feuerwehren selbst gaben in sozialen Netzwerken einen Eindruck von ihren Vorbereitungen – so veröffentlichte die Feuerwehr Bakede ein Foto von Kettensägen, die noch einmal kontrolliert wurden, und teilte Warnhinweise des Deutschen Feuerwehrverbandes.

DWD-Meteorologe Manno Peters sagte der Presseagentur dpa am Mittwoch, in diesem Winter habe es bereits mehrere kräftigere Stürme gegeben. «So einen Sturm hatten wir nun aber lange Zeit nicht.» Am Donnerstagabend sei der Spuk vorerst vorbei - doch bereits ab Freitagabend soll ein neues Unwetter mit teils Orkanböen aufziehen. Die genaue Stärke und die Zugrichtung seien aber noch nicht absehbar, sagte Peters.

Weitere Informationen: www.wettergefahren.de 




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