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Wisentgehege im Besucher-Rausch

ALVESRODE. Während der hannoversche Zoo über ein desaströses Jahr jammert, steuert das Wisentgehege Springe auf einen Besucherrekord zu. „Es ist noch zu früh, um zu feiern und zu jubeln“, sagt Tierpark-Leiter Thomas Hennig, „aber bislang sind wir mit den Zahlen sehr zufrieden“.

Kann ebenso gruselig wie lecker sein: Dem Kürbis spendiert das Wisentgehege ein eigenes Fest. Foto: HENNIG
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Schlechtes Wetter kennt das Wisentgehege anscheinend nicht. Bei zahlreichen Tierparks riss das vergangene Jahr ein dickes Loch in die Kasse – der Sommer 2017 war zu kalt und trüb für schöne Ausflüge. In diesem Jahr dagegen klagen etliche Zoos über viel zu hohe Temperaturen. „Auch bei uns waren der Juli und der August schwach“, gibt Hennig zu. Der Herbst liege dagegen deutlich über den Erwartungen.

Ende September lagen die Besucherzahlen acht Prozent über dem Wert, der ein Jahr zuvor am Ende des dritten Quartals gemessen wurde. Und das soll schon etwas heißen, denn selbst das verregnete 2017 verlief aus Sicht des Springer Wildparks bombastisch: „Hätten wir das Hubertusfest nicht absagen müssen, hätten wir am Ende des Jahres einen Besucherrekord gehabt“, kann Hennig belegen. Die Messlatte liegt bei etwas mehr als 170 000 Gästen.

Einen „goldenen Herbst“ erlebt das Wisentgehege derzeit wohl auch, weil der Park seinen 90. Geburtstag feiert – die 90 Aktionstage enden mit dem Hubertusfest am 27. und 28. Oktober. „Wir haben rund um das Jubiläum werbemäßig ganz viel Druck gemacht“, sagt Hennig. Das Konzept gehe auf: „Damit haben wir uns eine hohe Präsenz erarbeitet.“

Der 55-Jährige will den Tag aber nicht vor dem Abend loben. In der Jägersprache klingt das so: „Vor dem Herbst die Strecke zu legen, ist leider sinnlos.“

Information

Der Feier-Marathon „90 Jahre Wisentgehege“ geht weiter: Der Springer Tierpark feiert am Sonntag, 14. Oktober, von 11 bis 17 Uhr sein Kürbisfest.

„Dann schlägt die Stunde der kleinen und großen Kunsthandwerker. Ihren Schnitzkünsten und kreativem Tatendrang sind keine Grenzen gesetzt“, kündigt das Wisentgehege an. Die Feldfrüchte werden verkauft, es gibt Spezialitäten wie Kürbissekt und -marmelade. „Auch Rezeptvorschläge liegen bereit.“ Wer sofort auf den Geschmack kommen möchte, kann eine Kürbissuppe oder -waffeln probieren. Dazu gibt es zahlreiche Bastel- und Mitmachtangebot vom Waldpädagogikzentrum um Cornelia Tripke. Die Nabu Springe lädt zum Nistkasten-Bau ein. Und ein Ponyreiten ist auch geplant.

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