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Wisentgehege feiert 90. Geburtstag

ALVESRODE. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil hat seinen Besuch für die Feier zum 90-jährigen Bestehen des Wisentgeheges im September zugesagt. Das berichtete Gehegeleiter Thomas Hennig jetzt den Mitgliedern des Fördervereins „Freunde des Wisentgeheges und der Jagdschau“.

Thomas Hennig stellt das Buch „Wisentgeschichten“ vor. FOTO: KRAUSE

Autor:

Reinhold Krause

Unter dem Motto „90 wilde Tage“ soll das Jubiläum im Gehege gebührend gefeiert werden. Mit einem Kinderfest wollen die Verantwortlichen am 15. und 16. September den Geburtstag tierisch feiern. Dann sind auch wieder Mitglieder des Fördervereins gefordert, für den reibungslosen Ablauf zu sorgen.

„Wasser, Wind und Wisent“: Treffender konnte Hennig seinen Gehegebericht nicht titulieren. Die Absage des Hubertusfestes wegen des Herbststurms sei die richtige Entscheidung gewesen. Und das darauffolgende Wochenende hatte aufgrund des guten Wetters für einen Besucheransturm gesorgt. 10 000 Besucher haben 2017 gefehlt, um das Ergebnis von 2016 zu erreichen.

Das Wisentgehege entwickele sich zudem immer mehr zum Dreh- und Angelpunkt der europäischen Wisentzucht, sagte Hennig. Der ständige Austausch mit anderen europäischen Zuchtgehegen, Auswilderung deutscher Zuchtwisente, ob in der Mongolei, Polen oder Rumänien, und Begleitung neuer europäischer Wisentprojekte wie jetzt in Spanien, gehören mittlerweile zur Arbeit des Tierparks.

Vieles, was das Wisentgehege auszeichnet und die Besucherscharen anlockt, ist unter finanzieller und fachlicher Mithilfe der Förderer entstanden. Die neue Wisentfütterungsanlage ist vom Förderverein zu 100 Prozent finanziert worden. Darauf ist Hennig als auch der Vereinsvorsitzende Thomas Freutel besonders stolz. Die neue Fütterungsanlage stelle einen Quantensprung dar, lobte Henning die gut 60 anwesenden Fördermitglieder im Marstall des Jagdschlosses. Damit seien alle Großprojekte abgeschlossen und keine Weiteren zur Zeit in Sicht. Doch Henning setzte nach und berichtete von dem Sturm zerstörten Netz über der Vogelvoliere, deren Bewohner, die Kraniche, die Gunst der Stunde nutzten und in die Freiheit flüchteten.

Dass hier die Förderer sich an den Kosten problemlos beteiligen können, zeigte der Bericht des Schatzmeisters Gerhard Bormann. Trotz massiver finanzieller Unterstützung des Geheges sorgte er durch Mitgliedsbeiträge und Spenden für ein dickes Plus in der Schatzkiste. Dazu beigetragen hat auch der vom VfV Concordia Alvesrode ausgetragene „Wisent-Run“. Das erfolgreiche Laufevent erfährt am 15. August eine Neuauflage. Auch hier wollen die Aktiven des Fördervereins wieder für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Die Lehrfahrt des Vereins in diesem Jahr führt die Teilnehmer nach Berlin, wo sie den Zoo in Westberlin und am nächsten Tag den größeren Tierpark im Osten der Hauptstadt besuchen wollen.

Dass sich der Förderverein großer Beliebtheit erfreut, zeigen die ständig steigenden Mitgliederzahlen. Aktuell sind 1570 Personen als Beitragszahler registriert. Da die gebuchten Führungen durch das Gehege um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr angewachsen sind, werden auch mehr Scouts benötigt. Dazu bietet Hennigs Tochter Melina am 24. März eine Infoveranstaltung an. Scouts, also Gehegeführer, und solche, die es werden wollen, treffen sich um 13 Uhr am Eingang.

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