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Wie wird unsere Welt sicherer?

Demokratieverlust und Klimawandel, Kriminalität und Terror zählen zu den Bedrohungen unserer Zeit. Welche Möglichkeiten gibt es, ihnen zu begegnen? Wir haben Prominente zu ihren Ideen befragt.

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Die größtmögliche innere Sicherheit einer Gesellschaft besteht in der größtmöglichen  Zufriedenheit; das heißt alle, die ausgegrenzt sind, mit aller Kraft einzubinden. Äußere Sicherheit bedingt den unbedingten Willen zur friedlichen Koexistenz mit allen Weltnachbarn.

Björn Engholm, ehem. Bundesminister und ehem. Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.

 

Der Weg ist der schwerste: die Beseitigung des Elends und der Ungerechtigkeit auf dem Globus. Glück ist nicht politisch herstellbar, seine Voraussetzungen müssten es aber sein.

Heinz Rudolf Kunze, Musiker

 

Wir müssen einander ernst nehmen, respektieren, tolerieren, wir müssen einander zuhören. Das ist die einzige Möglichkeit, damit sich Fronten nicht verhärten.

Nina Hoss, Schauspielerin

 

Wir müssen die Ungerechtigkeit verringern.  So bedienen sich die Industrieländer an den Rohstoffen in den Entwicklungsländern.  Zu diesem Zweck sind  wir sogar bereit, Umweltzerstörung hinzunehmen, diktatorische Regime zu unterstützten. Das schürt Aggression, was zu radikalem Hass auf die westlichen Demokratien führen kann.

Mojib Latif, Klimaforscher

 

Es wäre schön, wenn mit aufklärender Berichterstattung, Menschen bewegt werden könnten, mehr Vernunft walten zu lassen.

Willi Holdorf, Zehnkampf-Olympiasieger von Tokio 1964

 

Es gibt in Teilen der Bevölkerung eine zunehmende Verunsicherung. Und dieser Verunsicherung kann man nicht allein mit der Polizeistatistik begegnen, sondern mit konkreten Maßnahmen.

Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern

Sicherheit ist eine Utopie. Wir haben uns in unseren Leben mehr oder weniger gut eingerichtet, wähnen uns meist geschützt. Dabei kann all dies von einer  Sekunde zur anderen wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Durch einen Hauch dessen, was auch so gern Schicksal genannt wird, können wir alles verlieren, Arbeit, Wohnung, Gesundheit und nicht zuletzt die Menschen, die uns am  Herzen liegen. Der Glaube daran, alles sei fest verankert und habe Bestand in unserem Leben, ist, was wir uns von ganzem Herzen wünschen und anstreben. Doch es gibt weder das eine noch das andere.

Andrea Maria Schenkel, Schriftstellerin

 

Die Verzweiflung ist von jeher ein guter Nährboden für fundamentalistische Fanatiker und Populisten gewesen. Menschen, die nichts zu verlieren haben, werden vor Konflikten nicht zurückschrecken. Solange wir nicht einsehen, dass wir nachhaltig mit unseren Ressourcen, mit Natur und Klima umgehen müssen, so lange wird das Konfliktpotenzial steigen, da Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren werden.

Arved Fuchs, Polarforscher

 

Wie wäre es, Autos abzuschaffen? Dann wäre die Welt schon mal ein verkehrssicherer Ort. Es würden keine Menschen mehr zu Tode gefahren – weder im Straßenverkehr noch durch Terroristen.

Fatih Akin, Regisseur

 

Wenn man jung ist, bedeutet Sicherheit, von seinen Eltern gehalten zu werden. Wenn man älter ist, kann es die Beziehung sein. Ich glaube aber nicht, dass man sich zu 100 Prozent sicher fühlen kann.

Nicohlas Sparks, US-Schriftsteller

 

Meine Familie bedeutet für mich Sicherheit – die selbst gewählte und die, mit der ich aufgewachsen bin. Sie unterstützt mich und ist gleichzeitig ein Korrektiv, wenn ich mich verrenne.

Sasha Marianna Salzmann, Theaterautorin

 

Bildung ist alles. Wenn man Bildung nicht fördert, können Menschen nicht dazu bewegt werden, über viele Sachen  nachzudenken.

Jürgen Brähmer, Profiboxer

 

Sicherheit bedeutet für mich, dass ich mich in meinem eigenen Land angstfrei bewegen und frei meine Meinung sagen kann.

Veronica Ferres, Schauspielerin

 

Was den Terrorismus betrifft, bin ich so ratlos wie viele andere. Es ist so einfach, sich in ein Auto zu setzen und Menschen zu töten. Wie soll man das stoppen? Ich weiß es nicht.

Ken Follett, Autor

 

Schon Christian Fürchtegott Gellert sagte: „Die Narren müssten weise werden. Und seht, sie werden’s nimmermehr.“ Jeder Einzelne hat nur begrenzt Einfluss. Doch für mindestens eine gute Sache sollte er sich einsetzen.

Dirk Roßmann, Unternehmer

 

Es ist immer dasselbe: Machtgierige, oft unfähige Herrscher führen Krieg um vermeintlich hehre Ziele, dabei geht es nur um noch mehr Land und Macht und Geld. Lernen wir endlich aus der Geschichte! Das bietet erstaunliche Einsichten.

Sabine Ebert, Schriftstellerin

 

Sicherheit, Freiheit, Verantwortung und Vertrauen sind untrennbare Begriffe. Freiheit ist mir der Oberste. Um diese leben zu  können, muss jeder sich selbst vertrauen können und bereit sein, Verantwortung zu tragen.

Elisabeth Lanz, Schauspielerin

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