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Technik hilft - auf den Fahrer kommt es an

SPRINGE. Sicherheitsgurte waren auch mal ein innovatives Sicherheitssystem. Seitdem hat sich viel geändert – weiß auch Thomas Holzer, Verkaufsleiter beim VW-Autohaus Mensenkamp.
Dass die Neuerungen etwas bringen, darauf deuten auch die Zahlen hin.

Müdigkeitserkennung, Abstandswarnung, Umfeldbeobachtung: Manche Autos passen schon richtig gut auf den Fahrer auf – und auf seine Umgebung. FOTO: SZABO

Autor:

PATRICIA SZABO

Sie nehmen seit vielen Jahren ab, es gibt weniger Unfälle, weniger Todesopfer im Straßenverkehr. „Selbst in den unteren Fahrzeugklassen werden die Sicherheitssysteme und die Ausstattung immer besser“, sagt Holzer. Denn galten Klein- und Kleinstwagen früher oft als „Särge auf Rädern“, so sind sie inzwischen fast alle serienmäßig mit Airbags oder Stabilitätssystemen ausgestattet.

Sind aber die Fahrzeuge inzwischen intelligent genug, um den Unfällen vorzubeugen und diese verhindern zu können? „Immer mehr Fahrzeuge erschließen sich ihr Umfeld mit Hilfe intelligenter Sensorik“, erklärt Holzer.

Mit Hilfe von Radar und Ultraschall beginne das Auto seine Umwelt quasi zu sehen. Die Orientierung kommt dabei über integrierte Navigationssysteme. Auch der Austausch der Autos untereinander mit einem sogenannten Car-to-Car-Kommunikationsystem sei inzwischen möglich. „Mit dem ACC, dem Adaptive Cruise Control – einem Abstandsradar ¨– kann das Fahrzeug die Geschwindigkeit und den Abstand zum Vordermann messen und die Fahrgeschwindigkeit anpassen“, erläutert der Verkaufsleiter. Ein weiteres innovatives Assistenzsystem sei außerdem das „Active Lighting System“, ein dynamisches Kurvenfahrlicht, das vorausschauend Kurven und Fahrbandrand ausleuchtet.

Neben den zahlreichen aktiven Sicherheitssystemen, deren primäre Aufgabe es ist, unterstützend Verkehrsunfälle zu vermeiden, sind es gerade die passiven Sicherheitssysteme, die oft darüber entscheiden, ob es bei einem Sachschaden bleib t – oder sich die Insassen Verletzungen zuziehen. Daher, rät Holzer, sollten die Autofahrer nicht die Bedeutung herkömmlicher Sicherheitsstandards aus den Augen lassen: Den Gurt und die Airbags zum Beispiel, die immer weiter entwickelt werden. „Es kommt immer darauf an, wie der Unfall passiert“, sagt Holzer. „Die physische Energie muss abgeleitet werden, denn selbst durchtrainierte Leute können einem Aufprall mit zehn Kilometern pro Stunde nicht mehr standhalten“, warnt Holzer.

Bei einer Kollision müssen die Sensoren innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde die richtigen Airbags auslösen können. „Autofahrer dürfen niemals Gegenstände auf einem Airbag montieren“, warnt er. Denn im Falle eines Aufpralls verwandeln sich diese in lebensgefährliche Geschosse. „Physik kann man nicht überwinden“, sagt Holzer. Neben der modernen Technik rät Holzer dennoch dazu, ein Fahrsicherheitstraining zu absolvieren (siehe Artikel unten): „Jeder sollte es gemacht haben. Es ist eine sinnliche Erfahrung.“

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