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Eine Frage der Berechnung

Entscheidend ist, was am Ende rauskommt – und das ist kompliziert. Wer in die Rentenversicherung eingezahlt hat, erwirbt einen Anspruch auf Zahlung einer gesetzlichen Rente. Im Moment beträgt der Beitragssatz 18,7 Prozent des Bruttoeinkommens, der je zur Hälfte von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt wird.

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Über der Beitragsbemessungsgrenze von 6350 Euro monatlich im Westen und 5700 Euro im Osten steigt der Beitrag nicht mehr.

Wie hoch die Rente ausfällt, hängt von der Höhe der Beiträge und der Dauer der Einzahlung  ab. Beides wird in Entgeltpunkte umgerechnet. Wer in einem Kalenderjahr so viel verdient hat wie der Durchschnitt der Versicherten, erhält dafür einen Entgeltpunkt. Für höhere oder niedrigere Einkommen – und damit Beitragszahlungen – gibt es entsprechend mehr oder weniger Punkte. Entgeltpunkte gibt es auch für beitragsfreie Zeiten, durch Einmalzahlung von Beiträgen kann man auch Punkte erwerben.

Die sogenannte Standardrente oder auch Eckrente ist für die meisten Menschen nicht mehr Standard: Sie bezeichnet den Anspruch eines Versicherten, der 45 Jahre lang immer so viel verdient hat wie der Durchschnitt, also 45 Entgeltpunkte gesammelt hat. Im vergangenen Jahr ergab das 1197 Euro Rente pro Monat. Setzt man diese Eckrente ins Verhältnis zum aktuellen Durchschnittsgehalt aller Versicherten, erhält man das Rentenniveau. Es liegt derzeit bei 47,9 Prozent – aber eben nur für den Musterfall im Vergleich zum Durchschnitt. Man kann mit dieser Zahl nicht den eigenen Rentenanspruch ausrechnen.

Die Ansprüche werden für jeden Versicherten in einem Konto dokumentiert. Er erhält jährlich eine Renteninformation mit dem aktuellen Stand seiner Ansprüche und einer Hochrechnung unter der Annahme, dass sein Berufsleben weiterläuft wie bisher.

18,7 Prozent des  Bruttoeinkommens  beträgt derzeit der  Rentenbeitragssatz.


Von Stefan Winter
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