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Landtagswahl: René Bennecke unterliegt in Hemmingen

SPRINGE. Heißt es am Ende Alvesrode gegen Alvesrode? Immerhin treten gleich zwei Bewerber aus dem kleinen Dorf für die Landtagswahl an: René Bennecke für die SPD und Direktkandidat Torsten Luhm für die CDU. Jetzt musste sich Bennecke in Hemmingen beweisen.

R. Bennecke
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Er konnte sich aber nicht gegen die Ortsvereinsvorsitzende und ebenfalls Landtagsbewerberin Kerstin Liebelt durchsetzen. Bennecke bekam am Ende sechs der 25 abgegeben Stimmen, drei Mitglieder des Ortsvereins Hemmingen enthielten sich.

Für Bennecke wird es jetzt eine anstrengende Zeit werden: Er muss sich in allen Ortsvereinen des Wahlkreises 35, also in Hemmingen, Ronnenberg, Springe und Wennigsen vorstellen. Der nächste Termin steht schon fest im Kalender: am 17. März werden sich Bennecke und Liebelt den Delegierten vorstellen. Am 31. März geht es für sie nach Wennigsen und am 6. April nach Ronnenberg.

Jeder Ortsverein bestimmt dann Delegierte, die während einer erneuten Versammlung nach den Osterferien den Kandidaten für die Landtagswahl am 14. Januar 2018 wählen. „In den Vereinen werden den Delegierten aber schon eine Richtung mitgegeben, für welchen Bewerber sie stimmen. Wieviele Delegierte der jeweilige Ortsverein zur Versammlung schickt, richtet sich nach der Vereinsgröße und somit nach der Mitgliederzahl. Fest steht: Wenn die SPD in Springe sich für ihren eigenen Bewerber Bennecke entscheidet und gleichzeitig einer der Vereine aus Wennigsen oder Ronnenberg für den stellvertretender Vorsitzenden stimmt, hätte Bennecke bereits eine Mehrheit für sich. „Natürlich ist das eine Nervenbelastung – Ich trete an, dann will man auch gewinnen“, sagt der selbständige Maschinenbau-Ingenieur.

„Man stellt sich einer Beurteilung, ähnlich wie bei einem Bewerbungsgespräch, aber in den Ortsvereinen sitzen zum Teil 60 Mitglieder die eine Entscheidung über mich fällen“, so Bennecke. Von dieser Anspannung müsse er sich aber auch frei machen.

Unterstützung und Motivation habe er auch von den Einwohnern anderer Kommunen und anderen Parteien bekommen. „Viele haben gesagt, ich soll so weitermachen. Dieser Zuspruch bestärkt mich.“

Seinen Mitbewerber von der CDU, Torsten Luhm, kennt er schon seit vielen Jahren. Beide wohnen in Alvesrode.

„Wir machen hier keine Schlammschlacht – keiner von uns beiden will den anderen hart angehen oder gegenseitig schlecht machen.“

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