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CDU und SPD kämpfen um Landtagssitz von Kohlenberg

SPRINGE. Bleibt das Landtagsmandat von Gabriela Kohlenberg in Springer Hand? Interessenten gibt es zumindest für die Nachfolge der CDU-Frau, die nicht mehr antritt.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Gleich drei heimische SPD-Bewerber wollen aufs Treppchen – und auch die CDU selbst will einen Interessenten aufbieten.

Zum Wahlkreis 35 gehören neben Springe auch Hemmingen, Ronnenberg und Wennigsen. Nach internen Nominierungsveranstaltungen wählen die Mitglieder aus allen vier Kommunen jeweils einen Kandidaten für ihre Partei, der dann bei der Landtagswahl am 14. Januar 2018 antritt.

Bei der CDU ist die Kandidatenkür weit offen: Zwar musste sich Kohlenberg in den vergangenen Jahren immer mal wieder gegen interne Mitbewerber durchsetzen, siegte aber immer souverän. Aktuell haben sich bislang zwei Kandidaten aus der Deckung gewagt: Aus Hemmingen will der frühere Gehrdener Bürgermeister Herrmann Heldermann (59) antreten.

In Wennigsen macht sich Inga Behre (30) bereit: Sie ist in der Jungen Union aktiv und war im September bereits bei der Wahl zur Regionsversammlung angetreten. Und aus Springe selbst? Parteichefin Elke Riegelmann bestätigt, dass es auch einen heimischen Bewerber gibt. Wer antreten will, möchte sie aber erst nach einer Vorstandssitzung des Stadtverbands öffentlich machen.

Er muss sich in jedem Fall bei einer Versammlung der Mitglieder aus Springe, Hemmingen, Ronnenberg und Wennigsen durchsetzen, um tatsächlich Landtagskandidat der CDU zu werden. Das entscheidende Treffen findet am Donnerstag, 2. März, in Ronnenberg statt.

Auch bei der SPD hofft man auf einen Landtagsabgeordneten aus Springe: Gleich drei männliche Bewerber hat Parteichef Eberhard Brezski bislang ausgemacht. Auch er will vorerst Stillschweigen bewahren. Nach NDZ-Informationen gehört aber Brezskis Vize René Bennecke zum Interessentenkreis.

Wen von den dreien die Springer SPD ins Rennen schickt, sollen die Mitglieder am Freitag, 17. Februar, im Restaurant Alexandros in Lüdersen entscheiden. Im März werden sich dann auch die externen Bewerber – von denen es laut Brezski bislang nur einen gibt – in Springe vorstellen, bevor dann im April, nach den Osterferien, auch hier eine endgültige Entscheidung fallen soll.

Eine andere Lösung für die CDU scheint unterdessen vom Tisch zu sein: Der heimische Wahlkreis war nach Kohlenbergs Abgang zunächst im Gespräch für Spitzenkandidat Bernd Althusmann. Der scheint inzwischen jedoch in Seevetal bei Hamburg für den dortigen Wahlkreis im Gespräch zu sein.

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