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Wie gut kann Zahnpasta ohne Fluorid sein?

Mit oder ohne Fluorid – diese Frage stellen sich Zahnpasta-Kunden seit einigen Wochen. Grund dafür ist die Werbekampagne für eine neuartige Zahncreme – die den fluoridhaltigen Konkurrenzprodukten unter anderem vorwirft, Giftstoffe im menschlichen Körper abzulagern oder gar das Gehirn zu schädigen.

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Zahnärzte dagegen sind seit Langem überzeugt, dass fluoridhaltige Zahnpasta die beste Vorsorge gegen Karies darstellt. Fluoride, die neben der Zahnpasta auch Salzen beigemengt werden und in Lebensmitteln wie schwarzem Tee vorhanden sind, unterstützen die Regeneration angegriffener Zähne und bilden eine Art Schutzfilm gegen Säure und Bakterien. „Seit 1874 wird die Zufuhr von Fluorid bereits als richtiger Weg zur Kariesverhütung empfohlen“, heißt es vonseiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KZBV). Die Mundgesundheitsstudie der Bundeszahnärztekammer aus dem Jahr 2016 stützt diese These: Mehr als 80 Prozent aller zwölfjährigen Deutschen haben kein Karies. Im Vergleich zu Untersuchungen früherer Jahrzehnte sind die Zahlen deutlich gesunken.

Neben Putzkampagnen und einer engmaschigen Prävention ist die Beigabe von Fluorid zu Kinderzahnpasta mittlerweile daher Standard. Die Werbung fluoridloser Zahnpasta-Alternativen dagegen spricht eine andere Sprache. Eine neue Marke des Arznei- und Kosmetikherstellers Dr. Wolff etwa soll nach Unternehmensangaben eine Alternative zum Fluorid enthalten. Das ebenfalls natürlich im Zahnschmelz vorkommende Hydroxylapatit soll Karies verhindern, weil es laut Hersteller sich wie ein Schutzschild um den Zahnschmelz legt. Die KZBV hat die Werbung nach eigenen Angaben mit Verwunderung zur Kenntnis genommen. Sie stelle den Erfolg erprobter Mittel gegen Karies infrage und konterkariere die Bemühungen der präventionsorientierten

Zahnmedizin, sagt Sprecher Kai Fortelka.

VON MARIO MOERS/RND



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