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Sonnenstudio-Tipps: „Manche wollen zu sehr bräunen“

BAD MÜNDER. Braune Haut das ganze Jahr hindurch – geht das? „Ja“, sagt Jessica Benneckenstein, Eigentümerin des Sonnenstudios „Sun Express“ in Bad Münder „aber mit Verantwortung“.

Sonnenstudio-Inhaberin Jessica Benneckenstein mit einem Oberkörperbräuner. FOTO: SZABO

Autor:

PATRICIA SZABO

Gerade zu Beginn eines Sonnenstudiobesuchs sollten sich die Neulinge ausgiebig beraten lassen. „Bevor sie sich unter die künstliche Sonne legen, führe ich eine Hautanalyse durch.“ Das Gerät für diesen Vorgang verfügt über spezielle Sensoren, mit denen der Melaninwert der Haut und die Hautfeuchtigkeit abgefragt werden.

Überprüft werden aber auch Kriterien wie Augen-, Haut-, und Haarfarbe des Bräunungswilligen. Erst nach der Hautanalyse erstellt Benneckenstein einen individuellen Besonnungsplan. Gut geschultes Personal, betont sie, fragt die Kunden außerdem nach Sonnenbränden, Hautkrankheiten und Medikamenteneinnahme. Sie hat beobachtet: „Die Kunden sind für die Verantwortung dankbar.“

Ein Turbobräuner alle drei Tage ist natürlich niemandem zu empfehlen. Auf die Dosierung kommt es an – wie bei so vielen Dingen. „Manche Leute wollen sich zu sehr bräunen“, sagt Benneckenstein. Grundsätzliche Fehler würden aber eher selten begangen, weil sie viel Wert auf eine gründliche Beratung lege.

Inzwischen sind Solariumbetreiber dazu verpflichtet, die Sicherheitsvorgaben der Hersteller zu beachten und ausschließlich zertifizierte Geräte zu nutzen. Auch Minderjährigen ist das Benutzen einer Sonnenbank seit 2010 untersagt. Für diese gibt es aber eine brauchbare Alternative: „Gerade vor größeren Anlässen, wie zum Beispiel dem Abiball, ist eine Sonnendusche sehr beliebt“, sagt Benneckenstein.

Bei dieser besonderen Methode kann man sich als Kunde innerhalb von wenigen Sekunden mit Selbstbräuner von Kopf bis Fuß einsprühen. Praktisch sei das auch für Hauttypen, die nicht braun werden, erklärt die Sonnenstudiobesitzerin.

„Gerade Schulungen sind ein dringendes Muss“, findet Benneckenstein. Damit das Personal nicht nur mit knackiger Gesichtsbräune, sondern auch mit Kompetenz glänzt, sind die Fortbildungen alle fünf Jahre verpflichtend.

Bei der Vorbereitung auf die Frühlings- und Sommersonne – etwa im Urlaub – gehen die Meinungen auseinander, sagt Benneckenstein. „Früher haben sich die Leute gerne vorgebräunt. Inzwischen jedoch darf man so nicht beraten, weil das von Typ zu Typ sehr individuell ist“.

Sich aufgrund der Vorbräune vorm Sonnenbrand geschützt zu fühlen kann nämlich fatale Folgen haben: Benutzt der sonnenhungrige Urlauber zu schwaches Sonnenschutzmittel, zieht er sich schnell Verbrennungen zu. Deswegen empfiehlt Benneckenstein beim Gang in die Sonne den Lichtschutzfaktor so hoch wie möglich zu wählen.

In Maßen sei das Solarium also durchaus zu empfehlen, denn der Gang in die künstliche Sonne berge nicht nur Risiken.

Im Gegenteil: Die Wärme tue gut und die sanft dosierte UV-A und UV-B-Strahlung auf gut gewarteten Geräten helle die Stimmung auf, weil, so Benneckenstein, der Serotoninpegel erhöht werde. „Früher wollten die Kunden einfach nur braun werden. Heute ist das nicht mehr so, weil auch der Wellnessfaktor wichtig ist“, sagt die Sonnenstudio-Betreiberin.

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