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Nach Bandscheibenvorfall hilft Sport

Nach einem Bandscheibenvorfall sind körperliche Aktivitäten nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. „Bewegung ist das Mittel der ersten Wahl“, sagt Stefan Peters vom Deutschen Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie.

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Bevor ein Patient aktiv wird, sollte er aber mit seinem Arzt sprechen. Vor allem nach einer Operation muss man sich beraten lassen. Ist alles verheilt, darf der Patient loslegen. „Es gibt keinen Sport, von dem wir grundsätzlich abraten“, sagt Peters. „Es kommt zum Beispiel darauf an, wie man ihn betreibt.

Man sollte moderat einsteigen.“ Manche Sportarten sind bei Rückenproblemen besonders empfehlenswert: nämlich solche, bei denen die Bewegungsabläufe harmonisch sind und die Rumpfmuskulatur zudem gekräftigt wird. Dazu gehören beispielsweise Inline-Skaten, aber auch Schlittschuhlaufen, Nordic Walking und Skilanglauf sind geeignete Sportarten. Für Menschen mit Gelenkproblemen ist Wassersport, etwa Schwimmen, Wassergymnastik oder Aquajogging, ideal. Beim Brustschwimmen lohnt es sich, auf die Technik zu achten: Denn wer den Kopf stets über Wasser hält, bekommt leichter Nackenverspannungen. Weniger problematisch ist dagegen Rückenschwimmen. Abgesehen davon sind Reha-Sport oder Wirbelsäulengymnastik eine gute Wahl.

Vorsichtig sollte sein, wer sich  für Volley-, Hand- und Fußball interessiert, denn diese Sportarten sind mit gewissen Risiken verbunden, genauso wie Tennis, Squash und Badminton: Abrupte Stopp- und Drehbewegungen belasten die Wirbelsäule. Besonders kritisch ist aus orthopädischer Sicht der Aufschlag beim Tennis. Denn dabei wird die Wirbelsäule überstreckt und gedreht. Dennoch will Sportwissenschaftler Peters auch von diesen Sportarten nicht abraten: „Wer zum Beispiel sein Leben lang Tennis gespielt hat, darf das weiterhin tun. Aber er sollte es erst mal ruhig angehen lassen!“

VON ANGELA STOLL/RND

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