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Gesundheitswoche

Kopfschmerzen: ein vielfältiges Leiden

Jeder kennt sie, und jeder kennt sie anders: Kopfschmerzen sind ein verbreitetes Leiden. Ob als dumpfer Druck, stechendes Bohren oder brennendes Ziehen: Wie sie sich äußern, ist verschieden.

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Derzeit werden mehr als 367 Formen unterschieden. Die meisten Betroffenen leiden an primären
Kopfschmerzen. Das heißt, dass ihr Schmerz nicht Folge einer anderen Erkrankung, wie etwa Bluthochdruck, ist. Bei anhaltenden Beschwerden raten Ärzte, die Art der Schmerzen, die Länge der Phasen und die Häufigkeit genau zu beobachten und zu dokumentieren. Hilfreich ist ein Kopfschmerztagebuch. Kalender zum Ausdrucken gibt es im Internet zum Beispiel unter www.dmkg.de/patienten/dmkg-kopfschmerzkalender.html

Am häufigsten sind bei den primären Kopfschmerzen die Kopfschmerzen vom Spannungstyp: ein beidseitiger leichter bis mittelschwerer Schmerz,der vor allem an Stirn und Hinterkopf auftritt. Die Betroffenen haben oft das Gefühl, einen zu engen Hut aufzuhaben. Bei der Entstehung spielt häufig Stress eine Rolle. Behandelt werden diese Schmerzen zunächst mit gängigen Schmerzmitteln wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Paracetamol; auch Pfefferminzöl kann, auf Schläfen, Stirn und  Nacken verteilt, helfen. Halten die Beschwerden länger an, ist es sinnvoll, Stressfaktoren zu reduzieren und Entspannungsübungen – etwa progressive Muskelrelaxation – zu machen. Ebenfalls weitverbreitet ist Migräne: Mindestens 10 Prozent der Erwachsenen leiden gelegentlich an den Attacken. Typisch ist, dass die Kopfschmerzen plötzlich und heftig beginnen, und zwar oft nur auf einer Seite. Bei manchen Menschen kommen Übelkeit, Erbrechen, Geräusch- und Lichtempfindlichkeit hinzu. Unbehandelt dauert ein Anfall in der Regel zwischen vier Stunden und drei Tagen.
Außerdem haben etwa 10 Prozent der Migräne-Patienten vor Ausbruch der Schmerzen eine Aura mit Sehstörungen oder neurologischen Symptomen wie etwa Sprachstörungen. Im akuten Fall helfen Ruhe und Schmerzmittel, darunter auch spezifische Migränemittel wie Triptane. Um Attacken vorzubeugen, ist es sinnvoll, auslösende Faktoren wie Stress, Flüssigkeitsmangel, Alkohol herauszufinden. Ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ist für viele Betroffene wichtig. Außerdem profitieren sie oft von Entspannungsmethoden und Ausdauersport wie Schwimmen oder Joggen. RND
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