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BBS: Gesundheit auf der Schulbank

SPRINGE. Die Berufsbildenden Schulen haben in Springe eine mehr als 100-jährige Tradition. Dass man hier auch Gesundheits-Abitr machen kann, wissen die Wenigsten.

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Autor

Horst Voigtmann Reporter

Schon 1892 hatte ein Handwerker damit begonnen, junge Leute dort schulisch auszubilden, wo inzwischen das Dänische Bettenlager in der Springer Innenstadt seinen Verkauf hat, weiß Dieter Schmidt, heute stellvertretender Schulleiter der BBS. Dass es möglich ist, an einer Berufsbildenden Schule das Abitur abzulegen, wissen heute immer mehr Menschen. Doch dass man sich dabei auf die Themen Gesundheit und Pflege spezialisieren kann, ist relativ neu – zumindest in Springe.

Hier wird der Abschluss neben dem Abi-Schwerpunkt Wirtschaft angeboten. Es handele sich allerdings, das betonen die Verantwortlichen, um ein allgemeines und vollwertiges Abitur, das nach dem erfolgreichem Abschluss auch anders gelagerte Studiengänge zulässt.

Drei Jahre lang besuchen die jungen Frauen und Männer das berufliche Gymnasium in Springe, bis sie es mit der Hochschulreife abschließen. Drei Schülerinnen, die die Fachrichtung Gesundheit und Pflege besuchen, geben bereitwillig Auskunft über ihre derzeitigen Pläne nach dem abgelegtem Abitur: Charline Schröder ist sich ziemlich sicher, dass sie Pädagogik studieren wird, um schließlich Lehrerin zu werden.

„Durch den Besuch dieser Schule interessiert mich das Thema Medizin sehr. Ich möchte später eine eigene hausärztliche Praxis haben“, verrät Michelle Schöner. Und bei Gina Rometsch ist noch nicht ganz klar, ob es für sie beruflich auf Pädagogik oder Ernährungswissenschaften hinausläuft. Die drei Gymnasiastinnen haben etwa die Halbzeit ihrer aktuellen Schulphase erreicht, also noch etwa anderthalb Jahre vor sich.

In einem anderen Trakt der Berufsbildenden Schulen am Paul-Schneider-Weg werden Sozial- und Pflegeassistenten sowie staatlich geprüfte Altenpfleger ausgebildet. Eine Berufsausbildung, die sowohl praktische als auch theoretische Anteile hat. Die künftigen Pflegekräfte können später beispielsweise bei einem Seniorenheim oder auch bei einem ambulanten Pflegedienst arbeiten. Dennoch werden auch in der Berufsfachschule praktische Dinge gelernt: So gibt es einen Raum, in dem die Berufsfachschüler die Pflege am Bett erlernen oder auch den richtigen Umgang mit dem Rollstuhl im Alltag.

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