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NDZ-Wahlforum: Flucht als Streitthema

Beim NDZ-Wahlforum am Dienstagabend in der Aula der IGS wurde ganz schön kontrovers diskutiert. Dabei startete die Diskussion in großkoalitionärer Einigkeit. Dann kam das Thema Flüchtlinge - und die Meinung von AfD-Kandidation Sabine Ehrke.

Im Dialog auf dem Podium: NDZ-Redaktionsleiter Christian Zett (von links) Matthias Miersch (SPD), Maria Flachsbarth (CDU), Roland Panter (Grüne), Harald Klotz (FDP) und Sabine Ehrke (AfD). FOTO: JHR
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Fünf mal noch schlafen – dann zählt jede Stimme . Doch wen wählen bei der anstehenden Bundestagswahl? Wer vorm Urnengang die Kandidaten der großen Parteien für Wahlkreis 47 kennenlernen wollte, hatte beim NDZ-Wahlforum die Gelegenheit dazu – und im Anschluss daran vielleicht eine Idee, wem er die Erststimme geben könnte.

Den Kandidaten Matthias Miersch (SPD), Maria Flachsbarth (CDU), Harald Klotz (FDP), Roland Panter (Grüne) und Sabine Ehrke (AfD) saßen gestern Abend rund 100 Zuschauer in der Aula der IGS gegenüber. Jessica Kaußen von der Linken hatte am Mittwochnachmittag kurzfristig aus persönlichen Gründen die Teilnahme an der Diskussionsrunde abgesagt.

Eingangs durften Miersch und Flachsbarth sich in großkoalitionärer Einigkeit üben – auf die Frage des Redaktionsleiters Christian Zett nach einer Neuauflage der Großen Koalition lehnten beide dankend ab – einmütig.

Kontroverser wurde die Diskussion beim Thema Flüchtlingspolitik. Während Miersch, Flachsbarth, Klotz und Panter das Recht auf Asyl nicht antasten wollen, meldete Ehrke Zweifel an den Fluchtgründen an: „Ich frage mich, wer aus Afrika vor Krieg flieht.“ Der Bundesregierung warf sie einen „Kontrollverlust“ beim Thema vor: „Es weiß keiner, wer eigentlich hierher kommt.“

Das sorgte für Widerspruch bei den übrigen Diskutanten. Flachsbarth stellte heraus, dass es wichtig sei, menschenwürdig und nachbarschaftlich miteinander umzugehen, Klotz sagte, dass Deutschland aufgrund der demografischen Entwicklung auf Zuwanderung angewiesen sei. Panter sprach sich für einen „geregelten Zuzug von Fachkräften“, sowie für eine Bekämpfung der Fluchtursachen aus. Und Miersch warf Ehrke und der AfD vor, mit rassistischen Wahlplakaten Stimmung gegen Flüchtlinge zu machen.

Was die Kandidaten zu den Themen Terror, Sicherheit, Rente und Volksentscheide gesagt haben, lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der NDZ.

Welche Themen die Anwohner in Springe vor der Bundestagswahl bewegen, erfahren Sie im folgenden Videobericht.

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