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Briefwahl in Springe ist 2017 so beliebt wie nie zuvor

SPRINGE. Manche sind verreist, andere dem Familienfest oder beim Fußballspiel: Wählen gehen sie vorher: bei der Briefwahl zeichnet sich ein Rekord ab. Anfang September haben sich 1602 Springer die Briefwahlunterlagen zur Bundestagswahl geben lassen. Aktuell sind es 4917, Tendenz steigend.

Verwaltungsmitarbeiterin Eva Wedemeyer betreut die Briefwahlstelle im Feuerwehrgerätehaus.FOTO: HELMBRECHT
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

„Das sind schon mehr als 20 Prozent“, sagt Wahlkoordinator Karsten Kohlmeyer. Er ist überrascht über die Zahl. „So hoch war die Quote noch nie.“

Auch deutschlandweit steuert der Anteil der Briefwähler bei der Bundestagswahl auf einen Rekord zu – damit liegt Springe absolut im Trend.

Insgesamt dürfen 22 933 Springer ihre Stimmen für die Wahl am Sonntag abgeben – eine für den Direktkandidaten und die andere für die Partei. Vor vier Jahren hatte sich fast jeder vierte Springer (24,3 Prozent) dazu entschlossen, die Kreuzchen bei der Bundestagswahl per Briefwahl zu setzen.

„Wenn die Entwicklung so weiter geht, dann toppen wir das“, sagt Kohlmeyer. Er rechnet damit, dass der Wert heute Abend um 18 Uhr, wenn das Briefwahllokal im Feuerwehrhaus schließt, bei mindestens 25 Prozent liegt. „Die 5000 knacken wir noch locker.“ Eine Prognose, ob damit auch die Wahlbeteiligung höher ausfalle als in den vergangenen Jahren, wagt der Stadtmitarbeiter nicht. „Ich glaube einfach, dass sich das Verhalten der Wähler ändert nicht aber die Anzahl.“

Die Gründe per Briefwahl abzustimmen, seien vielseitig. Die Menschen würden bequemer, flexibler und mobiler. Manche wollten sich den Sonntag für Unternehmungen freihalten, andere müssten arbeiten oder seien im Urlaub.

Sorgen macht sich Karsten Kohlmeyer indes darum, dass die Springer am Sonntag mit der falschen Wahlkarte auflaufen könnten. Weil die Landtagswahl gerade mal drei Wochen später stattfindet, liegen bei vielen Wählern bereits zwei Wahlbenachrichtigungsscheine auf dem Küchentisch, weiß der Wahlkoordinator. Das irritiere. Darum ruft er zur Achtsamkeit auf. Jeder Wähler sollte lieber zweimal hinschauen, welche Karte er am Sonntag tatsächlich mitnimmt.

Wer aber trotzdem die falsche Benachrichtigung mitnimmt oder sie gar ganz zuhause vergisst, kann am Sonntag im Wahllokal auch ohne entsprechenden Wahlberechtigungsnachweis seine Kreuzchen setzen – vorausgesetzt man kann sich mit einem Personalausweis oder einem anderen, mit Lichtbild versehenen amtlichen Pass, ausweisen.

Bis heute, 18 Uhr, besteht noch die Möglichkeit für Stimmberechtigte, die Briefwahl vor Ort im Feuerwehrgerätehaus in Springe, vorzunehmen. Wer am kommenden Sonntag, 24. September, seine Stimme abgeben will, hat von 8 bis 18 Uhr in den 38 Wahllokalen die Chance dazu.

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