weather-image

Wie die CDU ihren Bürgermeister-Wahlkampf gestalten will

BAD MÜNDER. Die CDU hat ihren Zeitplan zur Präsentation des eigenen Bürgermeisterkandidaten festgezurrt. Nach NDZ-Informationen soll der Kontrahent von SPD-Bürgermeister Hartmut Büttner nach den Osterferien der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

jhr
zett2

Autor

Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Parteichef Hans-Ulrich Siegmund, der 2012 selbst als CDU-Kandidat gegen Büttner unterlegen war, bestätigte auf Anfrage lediglich, die interne Findungskommission sei „noch einige Wochen beschäftigt“. Dass die CDU – wie vergangenes Jahr bei der Landratswahl im Nachbarkreis Schaumburg – ohne eigenen Bewerber antritt, schließt Siegmund aus. Das würde wohl auch nicht zum Selbstverständnis einer Partei passen, deren Akteure Büttner in den vergangenen Jahren immer wieder teils scharf kritisiert hatten.

Innerhalb der münderschen Politik machten zuletzt Gerüchte die Runde, die Partei wolle ihren Kandidaten erst nach den Sommerferien präsentieren: Dann wäre schon August und die Wahl nur noch gut zwei Monate entfernt. Dagegen spräche – und das bestätigt auch Siegmund – dass die Zeit zu knapp wäre, um einen Kandidaten – vor allem wenn es sich um einen externen Bewerber handelt – bei Parteifreunden, vor allem aber bei den Wählern noch ausreichend bekannt zu machen.

Zwar war auch Büttner als vielen unbekannter Bewerber erst gut vier Monate vor seinem Wahlsieg 2012 vorgestellt worden – konnte aber den traditionellen Vorteil bei den Wählern, den die SPD in Bad Münder meist genoss, zu seinen Gunsten nutzen. Ob dieser Bonus in der Stadt weiter gilt – dafür könnte am 26. Mai die Europawahl zumindest einen ersten Anhaltspunkt bieten. Sollte die mündersche SPD an diesem Tag deutlich besser abschneiden als die Genossen auf Bundesebene, wäre das aus Büttners Sicht zumindest etwas beruhigend.

Wer tatsächlich für die Christdemokraten antritt – dieses Geheimnis hütet die Partei wie einen Schatz. So will man den eigenen Kandidaten nicht frühzeitig angreifbar machen, der SPD nicht die Chance geben, sich zu lange auf ihn einzuschießen. Und so wissen selbst langjährige Kommunalpolitiker mit engen Kontakten zur CDU bislang nicht, wen sich die Christdemokraten ausgeguckt haben. Siegmund selbst will auf Anfrage nicht einmal ausschließen, dass er es selbst noch einmal wagt. Möglich ist ein externer Kandidat. Aber auch weitere interne Lösungen kommen infrage – etwa Ortsvereinschef Thomas Konior, aber auch Dirk Barkowski, Kopf hinter der CDU-Wahlkampf-Aktion „Bad Münder 4.0“.



Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt