weather-image

Zweites Regenrückehaltebecken in Bennigsen ist fertig

270_0900_17212_becken.jpg

Autor:

VON MARITA SCHEFFLER

BENNIGSEN. Sie macht nicht sonderlich viel her, der Chef des städtischen Eigenbetriebs „Abwasser“ ist über die große Kuhle trotzdem heilfroh. Die rund 300 000 Euro seien für das zweite Regenrückhaltebecken in Bennigsen genau richtig investiert, meint Dieter Erdmann. Seit wenigen Tagen ist die Vertiefung betriebsbereit. Zeitgleich haben die Planungen für die dritte Staufläche in dem Ort begonnen.

Um das Regen- beziehungsweise Abwasserproblem in Bennigsen langfristig in den Griff zu bekommen, führe kein Weg an dem nächsten Projekt vorbei, macht Erdmann klar. Auch der östliche Siedlungsbereich, zu dem das Blumenviertel „Am Rosenbusch“ gehört, müsste entlastet werden. Die Kanalsanierung allein genüge nicht.

Einen genauen Standort für das dritte Becken gibt es noch nicht. „Wir haben eine Fläche im Blick“, sagt Erdmann. Die Verhandlungen über den Verkauf des Grundstücks haben begonnen. Mit einem Baubeginn sei aber frühestens im Jahr 2019 zu rechnen.

Das erste Rückhaltebecken ist vor Jahren am Freibad entstanden. Das zweite befindet sich neben dem neuen Feuerwehrgerätehaus, an der Schille. Die erste Baggerschaufel Erde wurde im Januar bewegt. „Zuerst konnten wir nur den Mutterboden runterziehen“: Eine Auflage, so Erdmann, die zur Vorerkundung archäologischer Funde dienen sollte. Letztlich seien aber nur Rohre einer Felddrainage zu Tage befördert worden.

Mittlerweile sei das Becken „in Betrieb genommen“, obwohl sich wegen der Trockenheit im September noch keine feste Grasnarbe bilden konnte. Gut möglich, dass über den Winter die Böschung ausgespült wird. Sollte das passieren, „müssen wir da im nächsten Jahr nacharbeiten.“

Die erste Bewährungsprobe hat das Becken bei dem Hochwasser im Juli bestanden, deutlich vor der Fertigstellung. „Obwohl weder ein Zu- noch ein Ablauf vorhanden waren, war das Becken randvoll“, so Erdmann. Zwei Tage brauchten die Bauarbeiter, bis sie den Teich trocken gelegt hatten und ihre Arbeit fortsetzen konnten. Hätte es die Staufläche nicht gegeben, hätte das Wasser unter der Bahnunterführung noch höher gestanden, vermutlich wäre eine Flutwelle in Richtung der Häuser an der Lüderser Straße gedrückt, blickt Erdmann auf den Starkregen zurück. Jetzt, wo das Becken da ist, sei auch der Grundstein für ein Neubaugebiet im Bereich Schille gelegt.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt