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Zweites Flüchtlingsheim in der Springer Kernstadt

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VON MARITa SCHEFFLER

SPRINGE. Die zweite größere Flüchtlingsunterkunft in Springe wird eröffnet – wieder in der Kernstadt. Ab Oktober sollen ins ehemalige Verwaltungsgebäude der Bähre-Möbelfabrik 48 Personen einziehen. „In erster Linie erwarten wir junge Paare und Alleinerziehende mit Kindern“, sagt Sozialamtschef Karl-Hermann Heinze.

Der frühere Verwaltungssitz an der Friedrich-Bähre-Straße – zwischen der Tanzschule Jendrock und der Bahnlinie – diente zwischenzeitlich als Rathaus-Außenstelle. Dort waren vor einem Jahrzehnt das Rechnungsprüfungsamt und das Hochbauamt untergebracht. Die anderen Geschosse belegten verschiedene Unternehmen wie ein Berufsbildungsinstitut, zuletzt hatte auch eine Tierarztpraxis dort ihre Adresse.

Vor rund einem Jahr erwarb ein Springer Gastronom die Immobilie. Er verkaufte sie dann an die Rehse-Gruppe weiter, die bereits das Flüchtlingsheim an der Hindenburgstraße (ehemals Altenheim „Roddau“) betreibt. Bereits im März unterzeichneten die Stadtverwaltung und die Rehse-Gruppe den Vertrag für die zweite Gemeinschaftsunterkunft in der Kernstadt.

Damals hätte es noch so ausgesehen, als würden die Räume spätestens im Sommer benötigt, erinnert sich Sozialamtsleiter Heinze. „Doch dann wurden die Grenzen geschlossen, der Flüchtlingszustrom ebbte ab.“ Auch der Umbau der Immobilie verzögerte sich allerdings. Ein finanzieller Schaden sei der Stadt dadurch nicht entstanden, betont Heinz: „Unser Vertrag startet erst, sobald die Räume bezugsfertig sind.“

Der Eröffnungstermin soll Anfang Oktober sein. Das Heim ist auf 48 Plätze ausgelegt. Heinze rechnet mit einer schnellen Auslastung, „vermutlich bis zum Jahresende“.

Bei den Bewohnern wird es sich um Flüchtlinge handeln, die bislang nicht in Springe wohnen. „Sie werden aus den Aufnahme-Einrichtungen in Bramsche, Braunschweig und Bad Fallingbostel zu uns kommen.“ Sowohl bei den Nationalitäten als auch der Personenauswahl könne die Stadt Wünsche äußern, so Heinze. Es laufe vor allem auf junge Paare und Alleinerziehende mit Kindern hinaus.

Seit Jahresanfang sind knapp 190 Geflüchtete neu in Springe angekommen. Das Heim in der Hindenburgstraße (75 Plätze) ist fast vollständig belegt. Der Großteil der Zugewiesenen ist aber in Wohnungen – außer in der Kernstadt auch in den größeren Ortsteilen – untergebracht. Diese dezentrale Unterbringung sei weiterhin das Ziel, steht für Fachbereichsleiter Clemens Gebauer fest. Andererseits müsse nach und nach Druck aus dem „hochbelasteten sozialen Mietmarkt“ in der Deisterstadt genommen werden.



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