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Auch Werkstatt-Mitarbeiter der Paritätischen Lebenshilfe bangen um ihre Arbeitsplätze

Zukunftsängste bei Philips-Untermieter

Springe. Nicht nur die rund 200 Mitarbeiter von Philips fürchten seit einigen Tagen um ihre Zukunft: Auf dem Gelände des Unternehmens an der Rathenaustraße sind noch weitere Unternehmen tätig – und bei denen herrscht ebenfalls große Ratlosigkeit.

Mitarbeiter der Paritätischen Lebenshilfe in Springe: Die Zukunft der Werkstatt hängt ab vom Schicksal des Vermieters Philips. F
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland betreibt in Springe seit 15 Jahren eine Werkstatt. 24 Mitarbeiter mit Behinderungen sind hier tätig – sie fertigen beispielsweise elektronische Bauteile und Kabelbäume. Dass Philips dabei nicht nur Vermieter ist, sondern auch Hauptabnehmer der Produkte, macht die Situation noch verzwickter, weiß Werkstattleiter Ulrich Hasenbruch: „Es könnten uns also auch Aufträge wegfallen.“

Doch das ist nur eine Befürchtung, mit der sich die Betroffenen seit Bekanntwerden der Pläne herumschlagen. Das größere Problem: „Natürlich sind wir in Sorge, dass sich das hier dem Ende zuneigt“, sagt Geschäftsführer Bernd Hermeling. Mit konkreten Alternativen habe man sich bei der Paritätischen Lebenshilfe jedoch noch nicht beschäftigt: „Wir wollen erst einmal abwarten, wie es weitergeht.“ Hermelings Lieblingsvariante: Es findet sich ein Käufer für das Werk – und der lässt sowohl den Mietvertrag als auch die Zusammenarbeit weiterlaufen.

Und wenn nicht? „Dann müssen wir anders planen, vielleicht unsere Mitarbeiter an den Standort Hameln umsiedeln“, sagt Hermeling. Werkstattleiter Hasenbruch will sich heute mit einem Philips-Vertreter zusammensetzen und über das weitere Vorgehen sprechen. Die Mitarbeiter selbst hätten teilweise noch gar nicht realisiert, was da bei Philips passiere, sagt er.

Bei Philips ist man indes überzeugt, „dass sich für die Betroffenen nichts ändert“, sagte gestern Unternehmenssprecherin Cornelia Rauchenberger. Soll heißen: Man geht weiter davon aus, dass sich ein Investor findet, der das Werk übernimmt.

Am 18. August war bekannt geworden, dass Philips den Standort Springe komplett aufgeben möchte – per Verkauf oder Schließung. Die betroffenen Beschäftigten treffen sich auf Einladung der IG Metall am Mittwochnachmittag in der Heimvolkshochschule.



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