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Bennigser Industriebrache soll Altenwohnungen weichen / Architekt stellt erste Pläne im Ausschuss vor

Zuckerfabrik: Awo plant Millioneninvestition

Bennigsen/Springe (ric). Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) will auf dem Gelände der brachliegenden Zuckerfabrik in Bennigsen rund 5,4 Millionen Euro in moderne Altenwohneinrichtungen investieren. Erstmals wurden gestern Abend entsprechende Pläne im Bauausschuss vorgestellt.

Ein bisschen Leben und ganz viel grauer Industrieschutt: Die alt

Ortsbürgermeister Hartmut Rieck fällt ein Stein vom Herzen: Endlich verschwindet ein städtebaulicher Missstand, die Zuckerfabrik, die seit fast 70 Jahren nicht mehr in Betrieb ist. Gleichzeitig wird ein weiteres Problem gelöst: „Wir hatten als größter Stadtteil neben Springe bislang keine Möglichkeit, altengerechte Wohnungen anzubieten, viele Einwohner sind deshalb abgewandert.“

Die Awo will auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern ein Pflegeheim mit Wohngruppenhäusern entwickeln, sie tritt in einem sogenannten Investor-Betreiber-Modell auf. Architekt Ekkehard Stöckemann sagte, insgesamt würden 91 Plätze entstehen, für jeden wird mit 60 000 Euro Baukosten kalkuliert. Angedacht ist, zwei dreistöckige und ein zweigeschossiges Gebäude mit jeweils unterschiedlich gestalteten Gärten zu errichten. Der Verkehr – dessen Aufkommen zwangsläufig steigen wird – soll über eine Einbahnstraße geregelt werden. „Die Awo hat sich gezielt für diesen zentralen Standort entschlossen“, sagte Stöckemann. Sowohl Einzelhandel als auch öffentliche Verkehrsmittel seien gut fußläufig erreichbar. Die Bahntrasse stellt die Planer allerdings vor ein Problem: den Lärm. Der soll durch eine Wand abgeschirmt werden, die in ein Gebäude integriert wird.

Vorstellbar sei zudem, das Gebiet eines Tages um passende Einrichtungen zu erweitern, etwa für betreutes Wohnen. Entstehen könnten am Rand auch Praxen von Ärzten und Physiotherapeuten.

Maximal sollen die Gebäude neun Meter hoch werden, zum angrenzenden Kindergarten hin niedriger, um keinen zu starken Bruch entstehen zu lassen. Möglich sei auch eine Kooperation mit der Betreuungseinrichtung – etwa bei der Nahrungsversorgung für Kinder und Senioren. Anwohner, die gestern bei der Sitzung dabei waren, machen sich vor allem Sorgen um die Zuwegungen. Klar scheint auch – wenngleich im Bauausschuss nicht mit einem Wort erwähnt –, dass momentane Nutzer der Zuckerfabrik, darunter ein Metallbetrieb und eine Tanzschule, neue Domizile benötigen werden.



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