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Zu wenig Betreuungsplätze in Völksen

VÖLKSEN. 58 Plätze in Kindergarten und Krippe fehlen in Völksen – zumindest, wenn es nach den Erstwünschen von Eltern geht. Alle Versuche Abhilfe zu schaffen, sind gescheitert oder dauern an. Man rechne nicht damit, „dass eine Entspannung der Situation zum 01.08.2018 erwartet werden kann“, heißt es nun aus dem Rathaus.

Die DRK-Kita in Völksen: Nirgendwo muss die Stadt so viele Erstwünsche von Eltern abweisen wie hier. FOTO: MISCHER
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Vor gut einem Jahr hatte die Stadt erstmals ausführlich die Kita-Situation im Stadtgebiet zusammengefasst und sich von der Politik grünes Licht geholt, gezielt nachzubessern. Bemühungen gab es seitdem viele – das Gebiet Völksen/Alvesrode bleibe aber „die größte Herausforderung“ in Sachen Kitaplatz-Bedarf, bestätigt Vize-Rathauschef Clemens Gebauer. Er erklärt, man müsse zwischen zwei Dingen unterscheiden: dem gesetzlichen Anspruch auf einen Kita-Platz sowie den Erstwünschen, die Eltern bei der Anmeldung angeben.

Für Ersteres gilt im Grunde: Die Stadt ist verpflichtet, innerhalb ihres Gebiets von 8 bis 12 Uhr einen Platz anzubieten. Schon da sei es „mindestens knapp“. Immer mehr Eltern brauchen aber einen Ganztagsplatz – und wollen ihn natürlich so nah wie möglich an Wohnort oder Arbeitsplatz. „Das können wir immer öfter nicht erfüllen“, weiß Gebauer – das Problem bestehe seit Jahren, verschärfe sich aber. In Völksen gibt es so für die Zeit ab August dieses Jahres 58 Eltern, denen dieser Erst-Wunsch auf einen Platz nicht erfüllt werden kann – absoluter Rekordwert innerhalb des Stadtgebiets. Und noch bemerkenswerter, wenn man weiß, dass es überhaupt nur 125 Plätze im Ort gibt, von denen zum Kitajahr-Start ja gar nicht alle zur Verfügung stehen.

Gebauer versichert, man bleibe auch in Völksen dran. Auf die Anzeige in der Neuen Deister-Zeitung, mit der die Stadt nach Grundstücken für einen Kita-Neubau suchte, hätten sich mehrere Interessenten gemeldet. Derzeit liefen Gespräche mit den Eigentümern – und auch mit der Kirche: Auf deren Gelände würde die Stadt gerne Übergangsbauten schaffen. Die würden nach bisherigen Berechnungen für 40 Kindergarten- und Krippenplätze mindestens 500 000 Euro netto kosten – für die ersten zwei Jahre. Dazu kommt: Doch das Grundstück sei planerisch nicht einfach.

Trotzdem will die Stadt die Gespräche mit Kirche und Eigentümern fortführen und eine Lösung suchen.



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