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Kirchenkreis Laatzen-Springe hat mit seiner Millionen-Sanierung begonnen

Zeit reicht nicht – Geld schon

Springe. Genau ein Jahr nach der Ankündigung des Kirchenkreises Laatzen-Springe, eine Million Euro für die energetische Sanierung seiner Gebäude zu investieren, sind in Springe erste Erfolge zu verbuchen. Sobald das Wetter sich hält, sollen die Arbeiten weitergehen, sagt Bauausschuss-Vorsitzender Ernst Boese.

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Autor:

Mira colic

„Im Springer Bereich haben wir die Dämmung der Dachböden, wo sie erforderlich war, abgeschlossen“, so Boese. Diese Arbeiten seien problemlos im Winter machbar gewesen. Der Startschuss fiel bereits im Dezember in Bennigsen, dann ging es in St. Andreas weiter und schließlich im Februar in Völksen.

Als Nächstes werden nun die Fenster ausgetauscht. „Die Ausschreibungen dafür sind gelaufen und die Aufträge sind vergeben“, erklärt Boese. Sobald die Temperaturen es zulassen, werden in Völksen die neuen Fenster eingesetzt. In Eldagsen soll der Austausch in einem Zug mit der Sanierung der Südfassade einhergehen. Wie berichtet, ziehen sich so tiefe Risse durch die Balken, dass sogar Vögel dort nisten können. Die mehrere tausend Euro teure Erneuerung der Fassade wird aus dem regulären Kirchenetat finanziert.

Das große Sorgenkind des Kirchenkreises – das Gemeindehaus von St. Petrus – soll im Sommer in Angriff genommen werden. Am 22. April ist vor Ort ein Treffen der Verantwortlichen mit dem Architekten geplant, der die gesamten Sanierungsmaßnahmen betreut. Dann soll ein Zeitplan erstellt werden, was wann zu tun ist. „Ich rechne mit zwei Jahren, die allein die Instandsetzung der Großbaustelle in Anspruch wird“, so Boese.

Von seinem anfangs angepeilten ehrgeizigen Ziel, in zwei Jahren alle Immobilien zu sanieren, hat sich der Kirchenkreis indes verabschiedet. „Die Arbeiten und das Vergabeverfahren ist einfach aufwändiger, als wir gedacht haben“, gibt Boese zu. So sei der Austausch der Fenster eigentlich für März vorgesehen gewesen, „und jetzt kommen wir in den Mai damit“.

Obwohl die Zeitvorgabe nicht eingehalten wird, ist sich der Fachmann sicher, dass das veranschlagte Geld für alle Arbeiten reichen wird. „Dabei ist es schon erstaunlich, wie hoch die Differenzen bei den Kostenvoranschlägen der verschiedenen Firmen sind.“ 30 000 Euro Unterschied seien keine Seltenheit.

Das für die Maßnahmen zur Verfügung gestellte Geld stammt aus verschiedenen Töpfen: 200 000 Euro kommen vom Kirchenkreis aus angesparten Baumitteln und 300 000 als Einmalzahlung von der Landeskirche. Für die restlichen 500 000 Euro hat der Kirchenkreis ein Darlehen aufgenommen, das für die Dauer von sieben Jahren aus den Bauzuschüssen der Landeskirche gedeckt wird.



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